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Damit dieser und jener Les^r^ der mich bis jetzt auf eirteftt ^anz andern Gebiete thäli^ gesehen hat, niich nicht fttr eiheii AbgefaHenen oder, was noch ^schKmmer sein würde, fiir einen Verwegenelt halte, der ohn6 Weiteres mit den WafiFen in der Hand in ein fremdes Gebiet einfalle: bemerke ichy dass mein^ Jakutivschen Stifdieri, denen ich mich in Folge gaittz eig^nthiim- Hcher Umstände zuwendet musste, nrich nothgedrungen zum Studitfm deir türkisch-tatarisehen und der mongoH^hen l^ra- i) OÖniafl rpaMMaTinca TypenRo-TaTapcnarö itabiKa. y4ocToeHa Ae- MH40BCKoft npeMiH. Bropoe H34aHie, HcnpaBjieB(äoe h o6oraiiieHHO0 MHorHMH HOBUMH «»HJOJorHHecKHMH H3Cj['b40BaHiflMH aBTOpa, OpAimap- Baro IIp04»eccopa Boctohhoü CiOBecuocTH bi> HMnBP^TOPCKoiii'B KasaucROMib yuRBepcHTert, ^^r Verglei- cbung herbeigezogen werden. Zenk. S.4. No.5., Kas. S.S.No. 5. 3 und j vereinigen sich oder können sich doch vereinigen mit einem folgenden e . Zenk. S. ^. No. 6. Warum hat Hr. Zenker hier nach der ersten Ausgabe iiberselzt? In der zweiten Ausgabe sagt Hr. Kas. nicht, dass die Osmanen den Hiatus vermeiden und er konnte es auch füglich nicht sagen, da er S. 18. No. 46. (Zenk. S. 10. No. 46.) lehrt, dass^in^) , ^jL , JiS u. a. W. gar nicht ausgesprochen werde, wodurch zwei Vocale neben einanderzu stehen kommen ohne einen Diphthongen zu bilden. Man beachte aber, dass nach Redbou^e (Grammaire raisonni^ de la fangüe Oftofnme, S. 14. §. 73.) die Aussprache des ä in einem solchen Falle der Aussprache des Consonanten ^ sehr nahe kommt. Zenk. S. 5. No.7. Da das ) am Anfange nur gebraucht wird um anzuzeigen, dass ein Wort vocalisoh anlaute, hdt es für sich gar keinen Laut und es ist daher etwas sonderbar, dass Hr. Z. dasselbe ungefähr wie das französische h in komme und heureux lauten lässt, da bekanntlich das h hier ebenfall« nicht hörbar ist. Hr. Kas. sagt, dass j , ufigef^hr wie ij^ Fr^n- zp^iscben das h in komme und keureuic^ gebraucht werde um die Anwesenheit eines Vocals anzuzeigen. Als wenn das ^ deshalb am Anfange stände : es hat doch erst mit der Zeit sei- nen Qjgenthümlichen Laut eingebüßt. Zenk, S. 5. Np. 7. 8., K^^. S. 6. No. 7, 8. Unter den $ Piph- thpngen ist nur einer (aO ein splpjier. 0, ij und i sind einfachci Vocale, etp eine aus einem Voc^) und einem Consonanten zu-, sammenga^etzte Silbe und in ^1 gebiert das; zur folgendeiß Silbe : e-ji. Ob ein Laut ein ein&cher Vocal, ein Diphthong oder eiiiConsonant sei, darüber hat, denke ißh doch, d^s Ohjc — 8 — und nicht das Auge zu enificheiden. Doch dürfen wir hier nicht zu streng sein, da sogar ein Jacob Grimm in seiner deutschen Grammatik (Ister Tbl. III. Ausg. S. 227) das neu- hochdeutsche ie, das doch nichts weiter als ein langes t ist, wie er seihst sagt, unter den Diphthongen aufführt. Von der Vocalharmonie scheint Hr. Zenker gar keine Idee zu haben, wie wir noch in der Folge sehen werden. Hier um- schreibt er Mjj) durch üzum, statt durch üzüm; y9ywh in der neuen Ausgabe von Kas. ist nur ein Druckfehler, die alte hat ganz richtig jsvm'b. Zenk. S. 5. No. 9., Kas. S. 7. No. 9. Was heisst das? «w wird, wenn es allein steht, wie b ausgesprochene, «u^^ eoMo ifio ee6rb RpondHocHTcii KaK'b 6.» Kas. S. 8. No. 12. Schön bei der ersten Auflage rügte Dorn (4ecaToe npHcysts^enie jMpeaueHHbix'B H. H. 4eMH40BbiM'B na- rpa^'B, S. 224.) die Regel, dass d nach einem weichen Buch- staben in ^ übergehe. In der neuen Auflage ist der Fehler ge- blieben und Hr. Zenker hat, sonderbar genug, das Versehen übersehen, es aber in den Berichtigungen, wohl durch Dorn's Recension aufmerksam gemacht, verbessert. Die Regel lautet: ^n auslautendes O wird bisweilen 3, wenn ein vocaiisch an- lautendes Afiix hinzutritt. Zenk. S. 6. No. 21. Hr. Zenker scheint die eigentliche Be- dieutung der russischen Buchstaben a und lo nicht zu kennen, sonst würde er nicht keusch schreiben. Am Anfange eines Wortes und nach Vocalen hätte er a immer durch ja, lo durch ju, liach Consonanteii aber a durch ä, lo durch ü wiedergeben sollen. Die Mouillirung det Consonanten, die bei den Russen bekanntlich nicht am Consonanten selbst, sondern aiii folgen- den Vocal bezeichnet wird^ kennen die Türken und Tataren, wie mich Kenner rersichem, gar nicht, ä und ü können die Rttsi^en aber nicht genauer als durch a und lo bezeichnen. Hr. — » — Schott «agl in den Berliner Jahrbüchern, 1841, Jvni, No. 111). S. %8., dass die O^manen jedes M kef mit einem schwachen Jod anzusprechen , jenem zarten Laute, der auch in den slawischen Sprachen so^manchen Consonanten, ihn gleich- sam verklärend, begleite. Bei genauerer Untersuchung möchte sich aber vielleicht herausstellen, dass das ß hier nicht mouil- lirt, sondern wie im Jakutischen mit einem eigenthiimlichen Diphthongen verbunden sei. So schreibt z. B.'^Middendorff kjäcä und kjöl, während ich ganz deutlich einen Diphthongen höre imd demzufolge kiäcä und kyöl setze. Zenk. S. 9. No. 3^'. Kas. S. lä. Mo. 39. Es isl im Mongo- lischen zu lesen A a Kas. S. 16. No. 42. Hr. Käsern -bek macht Davids mit unrecht einen Vorwurf darüber, das er j und ^ nicht' unter- scheide. Auch dieses hat Dorn schon bei Besprechung der ersten Ausgabe angemf^srkt; a. ». O. Seile 226. Wenn Hr. Kasem-bek sagt, dass j wie tk ausgesprochen werde, so muss ich mich dagegen erklären. Ich glaube nicht, dass ir- gend eine Nation der Erde im Stande sein möchte, namentlich am Anfange oder am Ende eines Wortes, vor einemj harten Con^ sonanten den entsprechenden weichen Consunanten auszu* sprechen, also gk, dt^ bp. Wenn man mir hierauf einwenden wollte, dass ich selbst die Regel nicht befolgte und Böhtlingk schriebe y so muss ich zwar eingestehen, dass diese Ortho- graphie sonderbar genug ist, dass ich aber dessen unge- achtet den Namen so ausspreche, als wenn nur ein blos- ses k nach n stände. Ich gehe aber noch weiter und behaupte mit Keligren {dii Grundzüge der Finnischen Sprache mit Rücksicht auf den Ural - Aikiiscken Sprachstamm , S. 29.), dass j und^ in der Aussprache ganz gleich seien, und das« nur der darauffolgende Vocal ander« gesprochen werde, äo «nteradMidel sieh aaeb p iiichl von a Man hat — 10 — au« Mangel an Vocalzeichen, bei dem UeberfliiM an Conao- nanten, den das Arabische hat, am Conaonanten bezeichnet, was von Rechtswegen am Vocal hätte bezeichnet werden müssen, j und c werden immer mit harten Vocalen, ^ und M mit weichen Vocalen gesprochen. So richtig die Identifici- rung des j mit dem ä bei Kellgren ist^ so falsch ist auf der andern Seite die Zusammenstellung des c mit o , des L mit iJJ , des ^jo mit ^^ und j . e wird nur in arabischen und persischen Wörtern als Consonant [h) ausgesprochen, in türkischen Wörtern dagegen ist es wie das in- und auslau- tende I ein Vocalzeichen (a oder e). O verbindet sich auch mit harten Vocalen: man schreibt J^y * JfO^ ^^^ JKt* ' ^j*0 steht ebenfalls bei weichen und harten Vocalen: i\y^y** er liebe, (j^**Jb er sehe, ^ neben j-o, Jli* , J^ 9 ^UmJL« , \JiuM neben jJmo u. s. w. Gerade so kann auch J • mit harten Vocalen verbunden werden: ^,jiy J^j'J*« j ist überdies in der Aussprache wesentlich unterschieden von ^jo und ^^ : diese beiden Buchstaben bezeichnen das scharfe ss, J dagegen das weiche 8 (russ. a). Zenk. S. 10. No. 43., Kas. S. 17. No. 43. Man lese ^ Zenk. S. 10. No. 46., Kas. S. 18. No. 46. il fliesst nach Vocalen und weichen Consonanten nicht mit dem folgenden Vocale zusammen, sondern fallt wie im Mongolischen ^ und . ^ geradezu aus. Zenk. S. 10. No. 47., Kas. S. 18. No. 47. Da das nasale ä nur als In- oder Auslaut erscheint, was beide Herren selbst ausdrücklich bemerken, verwundert man sich zu le- — n ^ ten*. «diese Aasspracfae »t besonder« in der Mitte der Wörter deutlich und am Ende», «aro npoHSHomeme o6biKROBeiiHO omy- THTeJbHO B'B Cpe4HH4 CJOBli H Vh KOHK'Jk HX1. » Zenk. S. 10. No. 48., Kas. S. 19. No. 48. Man lese J statt ^ Zenk. S. 11. No. 48. 3., Kas. S. 20. No. 48. 3. Entweder isl rayjiOMi» {geul^'um) oder rayjyHi» {geülun) falsch: es kann nicht in dem einen Worte am Ende ein weicher Vocal (ü), im andern ein harter (u) stehen. Foyib {goül) ist auch schwer- lich die richtige Aussprache: es ist wohl göül zu lesen. Den Laut o\ den alle türkischen Grammatiker kennen, scheint Hrn. Kasem-bek ganz entgangen zu sein. Zenk. S. 12. No. 48. 3., Kas. S. 21. No. 48. Wenn ijj^ täri (rapn) ausgesprochen wird, so ist das OJ nicht a gewor- den, sondern schlechtweg ausgefallen. Gerade so entsteht im Jakutischen riläx aus rii^iläx (!{ = oJ). Zenk. S. 12. No. 49., Kas. S. 21. No. 49. J soll nach Hm. Kas. ganz dem russischen x entsprechen, nach Hrn. Zenk. ganz dem deutschen l gleich sein. Nun ist aber das deutsche /'niemals, und das türkische J nur in einem Falle dem russi- schen X gleich. JL bezeichnet bekanntlich zwei Laute: ein hartes, den slawischen und türkisch -tatarischen Völkern ei- genthümliches /, und ein mouillirtes l. Dieses letztere kennen die Türken und Tataren nicht In Verbindung mit harten Vocalen sprechen sie das J wie das harte russische j, in Verbindung mit weichen Vocalen aber ganz wie das deut- sche / (d. h. weich, aber nicht mouillirt). Jaubert, Davids undRedhouse haben dieses übersehen, nicht soMeninski und Viguier. Der Erstere [ImtiiuHones lif^guae lurcicae, S. 8) unterscheidet die beiden Laute auf folgende Weise: 1,1. /est pro J proferturque ut in Germanicis, Italicis, Gallicis. Quod si Sit incisum aut canoellatum> respondet t cancellato Polo- — 12 — nico, paulo lenius promuitiato. Viguier sprieiit «ieh S. 44. auf diese Weise darüber au«: L, m^me double, comme dansii/- Ugaiion, Hellibore: ceite lettre n'est jamats mouillee. L grasse, qui s*arlicule, en portant tranquill ement au palais rextremit^ de la langue, «ans la faire aussitöt redescendre. Zenk. S. 12. No. 54., Kas. S. 22. No. 5t. Der letzte Satz ist so unverständlich als möglich. Man spricht elim^ \i^eil ein e, und güsüm, weil ein ü vorhergeht. Wollte der Verfasser 1 vielleicht sagen, dass man Jj schreibe, aber Ji spreche? Kas. S. 23. No. 57. Hr. Kasem-bek scheint das russi- sche u für ein langes i zu halten, da er äj^ durch rKimb, OL^ aber durch ÖjiSt» wiedergiebt. Dass dem nicht so sei, brauche ich wohl kaum zu bemerken. Uebrigens wird S. HO. No. 69. wieder kein Unterschied zwischen ft und t gemacht. t/!^ wird überdies fälsch umschrieben: der Voca! wird hier, wie auch sonst in Verbindung mit harten Consonanten, wie bi (y) gesprochen,^ was Hr. Kasem-bek ganz mit Stillsehwei- übergeht. In ^ [^ wird das j^ nicht getrennt ausgespro- chen, sondern bildet mit dem vorangehenden Laut a den D]|)h- thongen ai; in ^U endlich ist ^ Consonant, d. i. /. Zenk. S. 13. No. 58. «In diesem Falle werden wir oft ^ und (j (so ist in der neuen Ausg. von Kas. statte h «^ zu le- sen) dinrch je und ji ausdrücken.» Hr. Zenker hat das Wört- chen oft für nichts und wieder nichts eingeschwärzt. Zenk. S. 13. No. 59. Statt «am Anfange oder am Ende» ist zu lesen »in der Mitte oder am Ende.» Kas. S. 30. No. 69. Hr. Kasem-bek ist, glaube ich, im Irrthum , wenn er im Russischen von langen Vocalen spricht. In ÖäiT», cTeni», 4hbo, aöm'b, Ayma-n» und mxa sind die Vocale k, e, H, o, y, K) gerade so kurz wie in Aiiärb, cearo, ^ucaa, CMiJoeTi», iAyTi» und Mih6ovh. Der ganze ÜHterschied besteht — 13 — mir dariR^ das» in den sechs xaei«t genamilen Wiklem tter Yocal Bestandtheil eine« einsabigen Wortes ist«, oder den Ton baJt} in den sechs zuletzt aufgeführten Wörtern dar^ gegen ist der mit einer Kürze bezeichnete Vocal tonlos. Bei der Aufzahlung der Vocale v^^:tnisse ich die Laute hi und ö. Der letztere Laut ist doch sonst auch einem slawischen Ohre nicht entgangen; vergl. KopMoman KHUta öaa PyccKuxc eouuoes eö TypeUfKuorc nojrodcLTc, ^acib sTopaa, S. 1 . Hr. Zenker hätte » ganz einfach durch ü, k) aber durch ü wiedergeben können und sollen. Kas. S. 31. No. 71. «a snaKi (-) ÖyACx-B oanaHaTi» npncyT- CTBie KOHC^naro t.» t ist, wie man aus der ersten Ausgabe und aus den unmittelbar darauf folgenden Leseübungen er- sehen konnte, eki Druckfehler für o. «Das Zeichen (-) aber wird die Anwesenheiteines finalen • bezeichnen.» Woran hat wohl Hr. Zenker, der doch sonst die Lesart der ersten Aus- gabe vorzieht, gedacht, als er folgendermaassen übersetzte? «Ein Strich (-) bezeichnet die harte Aussprache des vorher- gehenden Consonanten.» Zenk. S. 29. No. 80., Kas. S. 51. No. 80. Bei den tatari- schen Genitiven auf s3sj gehört das (j nicht zur Endung, sondern tum Stamme. Im Jakutischen wechseln^ wie im Mon- golischen, Stämme mit und ohne h (n) beständig: 5aHHa und 5aH«iaH, äp4ä und äpjiäfl, opro und opTon, Töcöünd töcÖh, Kbic und KbicbiH, cai und cajbiH. Im Mongolischen: Jj und i^ Kowalewskij, Le^e. S. 85. a. d^ und Jj ^^ S. "ü 83.a. jL u. i^ S. 101.6. i^ ^ und ^ i, SeiU» 109. a. Bei ei ^nigenDe ^ rivaten liegt ^ die- se, bei andern jene Form zu Grunde, bisweilen aber auch beide zugleich. Im Türkischen erinnere ich an ^^^^i und z^^;«^ . Iwanow (S. 209.) erklärt die letztere Form, die waac adverbialiier (im Winter) gebraucht wird, als Accusativ. Im Dativ A^u*i im Winter, der hier wie im Jakutischen zu- — H — gleich die Geltung eines Locativs hat, wird man demzufolge auch das affigirte Possessiv der 3ten Person suchen. Im Ja- kutischen sind von diesem Worte gleichfalls zwei Formen vor- handen: Kbic und Kbicbm: rmc ist indeclinabel, alle Casus werden von der stärkeren Form KbicMH gebildet, die als Ad- verbium auch im Winter bedeutet. Gerade so ist cai Som- mer indeclinabel, cajbiH dagegen wird regelmässig declinirt und bedeutet auch im Sommer. Da /fi****j^ und rt JU.i ' « V^f schlechtweg im Winter bedeuten, so sehe ich nicht ein, wie das afiigirte Possessiv hier erklärt werden könnte. Ganz an- ders verhält es sich mit *y^AxO und ^j^f^^j-^ in dem von Iwanow (Seite 210.) angeführten Beispiel: »y^dxO ^juiljL r^^^^jJ^} JH^^y**'^ ^** ®^ nicht ganz ge- nau durch BHepa 4pajHCb, sayipo noMHpnxHCb «gestern haben sie sich geprügelt, am Morgen haben sie sich versöhnt» wie- dergiebt. Ich übersetze «den Abend vorher haben sie sich geprügelt, den Morgen darauf haben sie sich versöhnt.» Hier werden Abend und Morgen in gegenseitiger Relation gedacht. Aehnlich sage ich im Jakutischen: KbiCbiH KÖTÖp- ^ööyryM, cajbiHbirap (Dat. von cajbina sein Sommer) 6a.>ib]KT36biTbiM «im Winter ging ich auf die Vogeljagd, den Sommer darauf fischte ich.» So ist auch das •. der tatari- schen Accnsativendung ^ zum Stamme zu ziehen. Im Jaku- tischen geht, im Vorbeigehen gesagt, der Accusativ vocalisch auslautender Stämme ebenfalls auf hm, m, hj oder Hy aus. Ich. werde später beim Pronomen noch Gelegenheit haben ein Mehreres über diese schwachen und starken Stämme zu reden; will aber hier,fum Missverständnissen vorzubeugen, nur noch bemerken, dass mit jener Deutung des (j keines- weges gesagt ist, dass alle Nomina ursprünglich auf (j aus- gelautet hätten. Man vergass, als die Stämme auf (j sich zu — 15 — verkürzen anfingen, allmählich den Ursprung diese« (j, «ah dasselbe als zur Casusendung gehörig an und fügte auf diese Weise die volle Casusendung auch an solche Nomina (wie z. B. die entlehnten arabischen und persischen), die gewiss niemals ein *j im Stamme gehabt haben. Zenk. S. 29. No. 82., Kas. S. 52. No. 82. Im Tatarischen geht der Dativ nach bestimmten Consonanten auch auf A3 aus, wie man aus der sehr beachtungswerthen Grammatik Iwa- now*s ersehen kann. (TarapcKaa FpaMMaTHEa, cocTanjeHHaa TapTHnianoMi» HBaHOBbiMi. Kasanb, 1842.) Mit Stillschweigen übergeht Hr. Kasem-bek die bei den Demonstrativ - Pronominibus im Tatarischen vorkommende Dativendung jD ^ bl^^pder^Dl»^, d1>) oder jd1>) , j^yL ; vgl. Trojankij's Gramm. S. 40, 42, 43. Schotts Aufmerk- samkeit ist diese Form nicht entgangen; Versuch über die Tatarischen Sprachen^ S. 55. Im Comanischen existirte auch ein solcher Dativ {Uli = angar); vergl. Klaproth, Mimoires relaiifs ä VAsie, III. S. 200. Im Jakutischen kommt diese En- dung nicht beim selbständigen Pronomen vor, aber immer beim afiigirten Possessivpronomen: Kbicbirap seinem Mädchen von Kbic Mädchen. Hieraus dürfte man vielleicht folgern, dass diese Endung ursprünglich dem Pronomen ausschliess- lich angehört hätte. Kas. S. 53. No. 86. Die mongolische Accusativ-Endung /^ hätte Hr. Kasem-bek der Deutlichkeit wegen durch ji (äi) statt durch rn wiedergeben oder wenigstens in einer Note be- merken sollen, dass diese Endung im gemeinen Leben rn oder Krn, wie Hr. Kowalewskij (Gramm. S. 41.) schreibt, ge- sprochen werde. Die Endung ^ hätte mit Kowalewskij durch ieni aber nicht durch hhi umschrieben werden müssen. Zenk. S. 29. No. 86. «Im Mongolischen sind diese Endun gen, wie im Tatarischen, gewissen Veränderungen unterwor- fen, wenn in dem zu declinirenden Worte sich der — 16 — Begriff einer Persönlichkeit oder eines Besitzes findet.» Man muss mehr aU SebarCsinn besitzen^ um in den unterstrichenen Worten das Richtige zu finden: «wenn das in diesem Casus stehende Wort als dem Subject des Satzes an- gehörig dargestellt werden soll»; mit andern Worten*, in der Endung ist ein reflexives Possessivum enthalten; Hr. Kas. (S. 53. No. 86:] drückt sich übrigens um nichts besser aus. Die falsche Deutung der Accusative •jjLj und -yMitl werde ich beim Pronomen besprechen. Zenk. S. 30. No. 88., Kas. S. 5i. No. 88. Der Vocativ hätte doch füglich wegbleiben können, da für diesen Casus sich in den türkisch -tatarischen Sprachen keine besondere Form gebildet hat. Gerade mit demselben Rechte hätten alle 15 Casus der finnischen Sprache aufgeführt werden können. Kas. S. 5i. No. 89. Wenn man den durch die Endung ij:> gebildeten Casus im Russischen durch TeopHTejbHbiii bezeich- net, bringt man beim Lernenden eine unlösbare Verwirrung zu Stande. Es ist der Ablativ, den man im Russischen nach Ana- logie der übrigen Casusbenennungen füglich 0T4ijiHTejbHbiii nennen könnte. Zenk. S. 30. No. 90., Kas. S. 5 . No. 90. Der Ablativ oder TnopHTexbHbiH soll aucb durch die Partikeln aXj\ , dJjj j^us- gedrückt werden. Zum Unglück hat der Verfasser nur solche Beispiele angefiiiirt, wo im Rassischen nicht der blosse Tbo- pHTexbHbik, sondern dieser Casus mit der Präposition cb mit steht. In diesem Falle könnte man also den CasusC omitativus oder ConpoBosK^aTejbHbiü nennen. In dem von Meninskiim Lex. unter dJL) aufgeführten Beispiele dagegen (icjL; ^' ^ jJLjL|\ ist dJLl Ji, wenn es mal als Casus aufgestellt wer- den soll» ein Instrumental oder TsopHTeibBiyiu. Mit 4J^ wird die üMngcdüselie Endung f^ vwngUchen» aber gewiss nicht richtig. 4J^ isk nach meinar Ansicht aus^ ein und aLI est^ — 17 — . standen; das daraus verdorbene aL ist als Adverb ja auch gleichbedeutend mit dem tatarichen iS^ (Dat. von ^ ein), ^j >j und «Ju sind wohl auch auf OX/^ i^^ lautet die Form bei Trojanskij^ 2te Ausg. S. 22. 24. folg.) und «J^ zurück- zufuhren; (jä und /J identificire ich mit der Jakutischen Endung des Comitativs abm: a§a Vater, a^aabiH mit dem Vater. Zenk. S. 32. No. 95., Kas. S. 57. No. 101. Das u im Ge- nitiv ist, wie ich oben bemerkt habe, nichts weniger als eu- phonisch, sondern gehört zum Stamme. Das ^ ist aber offen- bar euphonisch, d. h. es bildet sich, wie in vielen andern Sprachen, zwischen zwei Vocalen wie von selbst. Hr. Kasem- bek nennt es «KaKi 6y4T0 npoAOJUKenie seyKa ä, y, gleichsam eine Fortsetzung der Laute ä, ü», was Hr. Zenker etwas ungeschickt durch: «als eine Verlängerung des d und 4» übersetzt. Zenk. S. 32. Zusatz (der einzige im ganzen Werke, wie Hr. Zenker in der Vorrede bemerkt). Hier behauptet der Uebersetzer, dass die Casusendungen des Türkischen keines- weges mit den Casusendungen anderer Sprachen, z. B. des La- teinischen, Verglichen werden können; dass das Türkische eigentlich gar keine Declination habe, und dass die an das Ende der Nomina tretenden Zusätze ursprünglich selbstän- dige Wörter seien, welche den Wörtern und Sätzen, deren Beziehung zu andern Wörtern und Sätzen sie bezeichnen, nachgesetzt werden wie die übrigen Postpositionen , und dass sie ganz die Stelle der Präpositionen anderer Sprachen ver- treten. Die Casusendungen in den türkisch - tatarischen Sprachen mögen in früheren Zeiten selbständige Wörter gewesen sein , aber jedenfalls müsste dieses doch bewiesen werden. So viel ich weiss, ist bis jetzt noch nicht einoial der Anfang dazu ge- 3 — 18 — ma^hi worden. Hb, Zenker iMlnt^ dam dwge Ansickl imler . Ändernd dadurch bestätigt wei^de^ dsasa in den tatarischen Sprachen «ich diese Postpositionen (Gasusendungen) in einer ursprüiiglichereri und vc^lständigeren Form erhalten hafoen ak im Ottomaniscben. Diese Erscheinung spricht weder ^n Gtwh sten noch zu Ungunsten seiner Ansicht: Casusendungen kön- nen sich doch eben so gut abschleifen wie selbständige Wör- ter. Aber auch zugegeben, dass die Casusendangen tirsprüng- lich Postpositionen gewesen: warum sollte man sie jetzt, nach- dem sie ihre Selbständigkeit yoUkommen eingebiisst und in einigen Dialekten sich mit dem Stamme so eng verbunden ha- ben, dass an eine getrennte Schreibart, wie sie im Tatarischen bisweilen stattfindet, gar nicht gedacht werden kann, nicht Casusendungen nennen, zumal da auch in den indo- germa- nischen Sprachen , deren Declination ganz von der türkisch- tatarischen verschieden sein soll, die neuesten Forschungen Pronomina und Präpositionen in den Casusendungen erkannt haben wollen? Jener Dialekt, auf den ich so eben anspielte, ist das Jakutische : hter haben wir z. B. 20 verschiedene Da- , tiv- Endungen, deren Gebrauch sich nach den vorangehenden Lauten richtet: agaga (^=.1^ ) von aga, viägä (v = a») von yiä, ogogo von 050, TÖ605Ö von tö6ö; lanTwpra von xanTbip, ciprä von cip, ogo^opro von ogo^op ( Plur. von 090), Tö6ölöprö von Tö6ölöp (Plur. von tö6ö) ; aKKa von at^ KiHiKKä von kIhIt, ohko von ot, töokö von tö6; ftHMaxa von anbi, Riniäxä von kihI^ to6ox:so von to6ox> möItöxxö von möItöx ; xöTynna (n = Sagir nun) von xoryn, 4äi|i|ä von Mq, oidonno von oi^oh, Aö6ö^i|d von 4ö6öi|. Während im Jakutischen die eigentlichen Postposi- tionen immer ihre vollkommene Selbständigkeit bewahren, indem sie keine innere Veränderung, es mag dieser oder jener Laut vorhergehen, zulassen; schliessen sich die Casusendun- gen, deren es hier weit mehr als in den verwandten Sprachen — 19 — ^bi> so eng m de& SfamBi, daas »ie Hob Vocale und den anlautenden Consonantei) immer dem Laste des Stammes aa- pasaen. So eracheiat z, B. die Comitativ-EitduAg unter folgen- den Gestalten: ^ih, Uh, aJh, lyn, (y:=tt); twh, tIh, xfH, TfH5 4MH, AIH, 4yH, 4ffi; HblH, hIh, HyH, Hf». Dass die Casusendungen an den Stamm, der zugleich No- minativ ist, gefugt werden, und dass dieser unverändert bleibt, kann kein Gewicht in die Wagschale legen. Im Deut- schen fallen Grundform und Nominativ auch zusammen und die obliquen Casus werden also auch vom Nominativ gebildet. Man übersehe aber auch nicht, dass innerhalb eines und des- selben Stammes dieselben Erscheinungen vorkommen, auf die man hier so viel zu bauen gedenkt. Im Sanskrit giebt es eine Menge consonantischer Stämme, die vor bestimmten Casus- endungen geschwächt, vor andern wiederum verstärkt werden; im Griechischen find Lateinischen findet in denselben Fällen Keines von Beiden statt: Man vgl. Sanskr. Acc. T^Ttff^FI mahijdns-am, Dat. H^MH mahtjas-e, Voc. ^s^mW mahijan (euphonisch statt *1«)^MH mahijans) mit Gr. Ae<;. fiei^or-a. Dat. fui^ovH^ Voc. fiä^ov, Sanskr. Nöm. PI. rfTrlH tudaitu-a»^ Gen. PI. r^r{^,tudal^äm mit Lat. Nom. PI. tundent-es. Gen. iunderU-ium. Es ist überhaupt *ein Charakteristicum aller soge- nannten ural-altaischen Sprachen, dass die Wurzel und der Stamm beim Zusamipenstoss mit einem A£Fix höchstens eine Veränderung am letzten Buchstaben erfahren. Ein zweites Cha- rakteristicum ist, dass ihre Flexion, bei aller Mannigfaltigkeit der Formen, ohne allen Zwang immer auf eine Grundform zu- räokgeföhrt werden kann; dass die Flexion im Grunde genom- nie^ immer nur eine ist, die Wurzel oder der Stamm mag vocalisch oder consonantisch auslauten. IKe ebmi genannten Sii^achen haben den Process, der mit dem Absterben des Ge- fühls für die grammatische Form beginnt imd 'mit der Zer- störung der auf dieae Weise ersterbenden Formen sich be- — 20 — schäftigt, noch nicht begonnen oder genauer gesagt: sie sind in demselben noch nicht weit vorgerückt. Eine andere Erscheinung, das« nämlich in dem Falle, wenn mehrere Nomina in gleicher Beziehung auf einander folgen, die Casusendung nur beim zuletztstehenden Nomen angefügt wird^ scheint fiirHn. Zenker zu sprechen; aber hier können wir auch eine Art Composition annehmen, wie eine solche auch zwischen Adjectiv und Substantiv stattfindet. Schliesslich fuhrt der Uebersetzer zu Gunsten seiner An- sicht noch an, dass die Postposition (Casusendung) und das von ihr regierte Nomen durch mehrere dazwischentretende Wörter von einander getrennt werden können^ wie wir unten in der Syntax sehen würden, ich habe in der Syntax darüber nichts finden können > will aber deshalb durchaus nicht an der Erscheinung zweifeln; möchte jedoch die Frage aufwer- fen > ob das Volk oder die Gelehrten so sprechen. Was die eingeborenen Gelehrten mit ihrer Sprache angefaingen haben^ jagt uns einen wahren Schreck ein : persische und arabische Wörter, persische und arabische Flexion, mit türkischen Wör- tern und türkischen Flexionen unter einander werfen, gilt für elegant, für gelehrt. Der Himmel bewahre jegliches Volk und jegliche Sprache vor solchem Geschmack und solchen Vor- zügen. Mein geehrter Kollege Dorn (a. a. 0. S. 228 fgg.) will in der türkischen Sprache nur drei Casus annehmen: den Geni- 'Ap Dativ und Accusativ; und auch diese sollen eigentlich nur die Grundform mit einem verschmolzenen und verwach- senen Pronomen demonstrativum sein: ^Jj^j) = cJhUi j] , k'jl z=z\^j jj , ^j\ = ^jl jl . Auch im Sanskrit will mein hochverehrter Freund den Genitiv H^NtM ptvasja auf eine Verbindung der Grundform fSJ^ fiva mit dem Genitiv des Pronomen demonstrativum ^EF? asja zurückführen. Es thut mir leid, dass ich hier anderer Meinung sein muss: ich frage, was durch diese Erklärung der Casus gewonnen — 21 — wird? Die Schwierigkeit wird nicht gehoben, da die Endun- gen am Pronomen gleichfalls der Erklärung bedürfen. Neh- men wir aber beim Pronomen eine Declination an, so sehe ich nicht ein, warum nicht auch ein Substantiv und ein Ad- jectiv auf dieselbe Weise declinirt werden könnte, warum hier eine Zusammensetzung mit einem Pronomen angenom- men werden sollte. Da sowohl im Sanskrit als in den türkisch- talarischen Sprachen ein aus einem einzigen Vocal bestehen- des Demonstrativ vorhanden ist, mussten einige Casusendun* gen des Nomens nothwendig mit einer selbständigen Form dieses Pronomens zusammenfallen, ohne dass man dadurch berechtigt wäre, an eine Composition zu denken. Was aber das (j der Casusendungen JUj , ^^ anbetrifft, so habe ich oben eine andere Erklärung zu geben versucht, die sich auf analoge Erscheinungen im Jakutischen und Mongolischen- stützt. Doch nicht bloss wegen der Form, nein auch wegen der Bedeutung Jener drei Casus glaubt Hr. Dorn eine Zusam- mensetzung mit dem Demonstrativum annehmen zu müssen. Hier seine eigenen Worte: «Die drei Casusendungen müssen «in ihrer Eigenschaft als Pronomen demonstrativum dem Nenn- «Worte den Begriff der Bestimmtheit oder bestimmten Bezüg- «lichkeit mittheilen; wo dieses bestimmte Hinweisen wegfallt, «können sie nicht Statt haben — es muss die allgemeine «Grundform an ihre Stelle treten. Bloss der Dativ scheint eine «Ausnahme zu machen, da anstatt seiner nie die einfache «Grundform stehen kann, wenn ich mich so ausdrücken darf, «denn Casus können überhaupt nicht so schlechthin mit ein- « ander vertauscht werden. Dies liegt aber in der Natur des «Dativs selbst. Soll aber das in diesem Casus stehende Wort «auf etwas Unbestimmtes beschränkt werden, so wird dazu un- ^ter Anderem^ gebraucht, z. B. o^ zu der Stadt, aber «Oyei^ zu einer (unbestimmten) Stadt; W^l J dem Mön- «che, aber CA^ij j^ einem (gewissen, unbestimmten) Mön- — SÄ — •ehe.» lA'kum «lieh out 4eai überlegene« Gegner nicht auf türkMchem Gebiete in einen Kampf eralas^en, erlaube mir aber au« dem varwandien JakutiAehen Erscheinungen anzn- fähren^ die nicht ganz zu Gunaten der Anaieht mi^nea verehr- te Freunde« sprechen und die alao zum wenigsten darthun, daaa daa, waa auf türkischem Gebiete stattfindet, nicht eine Folge innerer Nothwendigfceit ist. I>er Genitiv ist im Jakuti- schen gar nicht vorhanden : er muss immer durch das affigirte Possessiv umschrieben werden : bipSiLTa^b» yoja «Kaiser sein Sohn» heisst sowohl ein kaiserlicher Sohn als auch der Sohn des Kaisers. Hier fallen also beslimmle und unbe- stimmte Form zusammen. Das Objelrt einw Thätigkeit kann in viererlei Gestalt erseheinen: ich sage 6öpö Kyoöagw (mit dM* Aecusativ-Endung) cip «der Wolf frisst den Hasen», d. h. nicht ein bestimmter Wolf einen bestimmien Hasen « sondern die Gattung Wolf die Gattung Hase. Ich sage fem^ Kje* 6ai^i ÖJiöpAyM, was wie das lateinische leporem ^crtWtund das russische saiiua j6inrh sowohl «ich habe einen Hasen getödtet», als auch «ich habe den Hasen getödtet» bedeuten kann. Kyo6ax (ohne Aecusativ-Endung) ÖJiöpAy^ heisst nur «ich habe Hasen (in unbestimmter Anzahl) getödtet», Kyo6ax- rapbi (der Plural mit der Endung des Accus.) öaöp4yM «ich habe die (besprochenen) Hasen getödtet.» Schliesslich kann man noch Kyo6axTa ölöp «tödte einen Hasen» sagen. Durch das Affix Ta wird also das Objekt aof die unbestimm- teste Weise bezeichnet. Man beachte, wie der Jakute hier ge- nau untei:scheidet. Wir sagen im Deutschen wie in vielen an- deren Sprachen sowohl ich habe einen Hasen getöd- tet^ als auch tödte einen Hasen; aber einen Hasen ist jm ersten Beispiel bestimmter als im zweiten, insofern dort ein jetzt schon bestimmtes Individuum^ das man aber früher nicht gekannt hat, bezeichnet wird, ein Individuum^ das jetzt nicht mehr mit einem andern vertauscht werden kann; im zweiten Beispiel dagegen ist es noch ganz unbestimmt^ wel- « 23 — ehe« lüA^duim da« Objekt der Baiidtaiig irerden wird. Wir ersehen also aus den Beispielen, das« die ausgeprägte Aeeudiatiy - Fcnrm im Jakutischen wie in den indo - europäi- sche»^ Sprachen sowohl ein bestimmtes als auch ein ui^ bestimmtes Individuum bezeichnet. Der Dativ hat im Ja- kutischen wie im Türkischen und Tatarischen nur eine Form und kann sowohl bestimmt als auch unbestimmt gebraucht werden^ MyryKKa auf einem Zweige oder aufdem Zweige. Zu guter Letzt möchte ich noch die- ses bemerken, dass es nach meinem Gefühl viel natürlicher ist, eine unbestimmte Form durch Hinzufügung einer näheren Bestimmung zur Bezeichnung eines bestimmten Dinges zu ge- brauchen, als eine bestimmte Form durch Hinzufiigung eines unbestimmten Pronomens oder Artikels zur Bezeichnung eines unbestimmten Dinges; d. h. o^ «^ zu dieser Stadt ist mir, wenn ich o^ als unbestimmte Form auflasse^ viel verständ- licher als 0;^ ^ zu einer Stadt, wenn ich o^ als be- stimmte Form auffassen soll. Der langen Rede kurzer Sinn ist, dass ich im Türkischen und Tatarischen, nach dem Vorgänge anderer Grammatiker, folgende Casus annehme: 1) Ca$m indefiniiuSj der in der Re- gel mit dem Stamme zusammenfallt, bisweilen aber auch ver- stümmelt ist (vergl. weiter unten beim affigirten Possessiv- Pronomen); diesen Casus hat man bis jetzt Nominativ genannt; 2) AcGUsativ, d) Genitiv^ 4) Dativ, 5) Ablativ und 6) Locativ. Die Endungen der beiden letzten Casus haben einige Gram«- matiker zu den Postpositionen stellen wollen, weil sie schein- bar sehr locker mit dem Nomen zusammenhängen; man hat aber dabei tibersehen, dass dieselben Endungen sich mit dem Pronomen der 3ten Person so eng verbunden haben, d;lss die Grammatiker, wie wii* später sehen werden, im Zw&iti wa- ren, wie die Formen zu zerlegen wären. äL\ u. s. w. zähle ich zu denJi^ostpositionen, schon aus dem Grunde, weil sie — 2* — sich beim Pronomen nicht mit dem Stamme, «ondern mit dem Genitiv verbinden. Zenk. S. 33. Spalte 2. Den Accusativ ^Ic) wird man richtiger aga-ji und nicht aga-i lesen; Hr. Kas. umschreibt indessen auch ara-n, obgleich man nach S. 24. No. 58. ara-üi erwartet hätte. Zenk. S. 34-. Spalte 2. jidxtTwird gige-Var umschrieben, und dennoch steht S. 13. No. 61. «die Tataren sprechen la Mj», aber dort heisst es im Original: Tarapbi nacTo Bbiroiia- pHBaioTi ee RdKi ja «die Tataren sprechen sie (die Verbindung d) oft wie la aus.» Zenk. S. 35. No. 97., Kas. S. 58. No. 103. llj soll an Wörter, die auf einen weichen Laut, jj an solche, die auf rauhe oder harte (acecTKBMH hxh TBep^biMH dBjKSiua) Laute endigen, treten. Wo erfährt aber nun der Lernende, welche Laute weich und welche hart sind *)? Von selbst ergiebt sich dies nicht. Zudem ist die Regel auch ganz ungenau: nicht der Endbuchstabe entscheidet über die Wahl des Affixes, sondern *) lu der Vorrede (S. VIIL) erfahren wir nachträglich von Hrn. Zenker (vergl. Redhouse, S. 29. |. 161.), dass ^ > /^ , I I: . • ^ V ^^, ^jOy *»>**, ^» P und j überall die harten Vocale, «*->, J» C/**' ^°^ ^ hingegen durchgängig die weichen Vocale verlangen, und dass alle übrigen Gousonanteu sowohl mit har- ten als mit welchen Vocalen gesprochen werden können. Ich habe schon oben zu Kas. S. 16. No. 42. bemerkt, dass ^^f j und ^- sich auch mit harten Vocalen verbinden können und dass im Türkischen und Tatarischen niemals Consonant sei. Hier füge ich noch hinzu, dass unter den neun harten Gonso-> nanten fünf dem Türkischen und Tatarischen ganz fremd sind und nur in entlehnten arabischen oder persischen Wörtern vor- kommen, nämlich ^ ^y T' y \J^ 9 '^ und P • — 25 — die Vocale des Slammefi: «ind diese weich {e, ä, Oy t, ü), &o folgt ^j> sind sie hart (a, o, y, t»), so folgt Jjj*. es heisst ^jo^, aberjjojl^. Kas. S. 59. No. 103. jj und ^j bilden keine Genindia> sondern verbinden sich mit Gerundien. Zenk. S. 35. No. 98. Die Worte und denselben Zu- satz sind ein Zusatz des Hn. Zenker, der weder zu Gunsten seiner Genauigkeit, noch zu Gunsten seiner Kenntnisse im Mongolischen spricht. Zenk S. 36. No. 100., Kas. S. 60. No. 106. Die Affixe Ju , ^ , d» , J^ ^"^ ij%*'j\ aus dem Grunde ursprüngliche Wörter, weil wir jetzt dieselben nicht herleiten können ? Ueberdies bemerke man , dass unter den drei Wörtern, die als ursprüngliche auf- geführt werden, sich zwei (^^ und Cjj^M finden, die man nicht einmal mit Bestimmtheit für türkische Wörter er- klären kanii, da sie auch im Mongolischen vorkommen. Zenk. S. 37. No. 107., Kas. S. 63. No. 113. Die von Ver- ben abgeleiteten Nomina bezeichnen keines weges bloss die handelnde Person oder die Handlung, wie man aus den folgenden Para^aphen ersehen kann. 4 — 2d — Zönk. S. S7. No. 108. Man Ie«e ^j statl ^^\ . Ebend. Nö. 110. ^yi^ » o^^ ^"<^ci^^i ^^sko werden wohl dijigi and jt/^'t zu lesen sein. Zeak. S. 38. No. 111., Kas. S. 64. No. 117. So sehr uns die hier ansgesprochene Erklärung auch beim ersten Anblick zusagt > AO müssen wir uns doch gegen dieselbe erklären, da im Jakutischen diebeideil zusamniengestellteu Bildungen voll- kommen aus einander gehen. Das Nomen agenits wird durch die Endung aq^bi (nach Consonanten und den auf t ausgehen- den Di ^ und Triphthongen) und b^und sagt auch, dass » (nicht » ) statt ^ im Ta- tarischen erscheine; er umschreibt jedoch aäjHHHHb. Herrn Z e n k e r * s Veränderungen sind jedenfalls willkührlich. Zenk. S. 40. No. 114. d„ Kas. S. 68. No. 120. d. Die mongolischen Affixe lauten 4~^ und ^ /nicht ^ u. T^ ^ — 29 — und können füglich mit oJ und J|J verglichen werden, aber nur nicht in diesem Falle, wo «ie an Infinitive gefugt werden. Ganz unverständlich ist der Satz: Diese Partikeln wie oft geschieht, Ka^Aaa h8i> 8thxi> nacrnm KaK^b dTO MacTO ^biaaerb. Zenk. S. 40. No. 115. Anm., Kas. S. 69. No. 121. HpEM. «Wenn vor Substantiva dieser Classe», «cynKecTBHTeJbHbm cero pa8pfl4a. > AVas sind denn das für besondere Substan- tiva? Kann man denn nicht von jedem Substantiv derartige Ad- jectiva des Besitzes oder der Bezüglichkeil bilden? Zudem sehe ich gar nicht ein, warum hier ausschliesslich die Cardi- nalzahiwörter erwähnt werden , da man ja auch eben so gut von 4l-ili jj weisser Flügel —^kili jj mit weissen Flügeln versehen bilden kann. JLüli ^^1 hätte Herr Zenker richtiger durch der zweiflügelige (anstatt zwei- flüge liehe) Vogel wiedergegeben. Zenk. S. 41. No. 118. fgg., Kas. S. 72. No. 124. %g. Die Bedeutung des Affixes oJ oder jJ wird ganz wunderlich be- stimmt: 1) diese Partikel hat die Eigenschaft, alle Nomina, denen sie angesetzt wird, zu Substantiven zu machen; 2) die- se Partikel wird bisweilen gebraucht um die Bedeutung der Nomina zu bestimmen oder in bestimmte Gränzen. einzuschrän- ken (!): iJuuaj) ein Stück, das zwei enthält von ^yJ\, zwei u. ft. w.; 3) an Zahlwörtern dienen diese Partikeln zur bestimmten Angabe und Begränzung des hihaltes (!): iJü^ die Eins, Einheit (bei Hn. Kas. bloss: eAHUcTBO Einheit); 4) an Substantiven bezeichnen sie die Eigenschaft der ganzen Art. Nach unserer Ansicht hätte man ganz einfach sagen kön- nen, dass das Affix oü oder jJ ursprünglich Collectiva bilde oder die Vereinigung mehrerer Theile zu einer Einheit he- zeichne: oÜa^Xm^« Eichenwald von a*mj^ Eiche, «^ILL) Etwas,worin zweiTheilezueinerEinheit verbunden sind, zwei Piaster u. s. w. in einem Stück, ^JjjS die . —30 — Summe der einzelnen Wege, die man an einem Tage zurücklegt; eine Tagereise, J^Coi da« Quantum Zeug, daa zu einem Kaftan erforderlich ist Vom Col- iectivum kommen wir ohne alle Schwierigkeit zu dem Ab- fitractum: die Schönheit wird als der Yereinigungfipunkt alle« de&sen, was «chön ist, au%efasst. Auf diese Weise ist auch das Zusammen&llen beider Begriffe unter eine Form auch in andern Sprachen zu erklären: man vergl. z. B. im Sanskrit: silcj^UM brd/manja ein Verein von Brachmanen und Braehmanenthum, Sp^rTT b wiedergegeben.» Damit ist noch keinesweges gesagt^ dass die Wörter auf J und ^ wirklich Substantiva seien. Ueberhaupt hätte aber der ganze Passus sowohl im Russischen als auch im Deutschen wegbleiben können^ da der Lernende dadurch nicht um ein Haar klüger wird^ und die in der Uebersetzung gebrauchten russischen und deutschen Adjectiva nicht immer direct vom Substantiv stammen: npiaTHocTb — npiaTUbiü, hckjctbo — ncKjcHbili, MomikAh — aepxoBbiM, Bca^HHKi; opyxcie — noopy- seHHbiii; das Angenehme — annehmlich, Pferd — Reiter, Haus — Häusler (doch aicht etwa mit dem Affix er), Waffe — der Rewaffnete. Z«ak. S. 43. No. 121., Kas. S. 74. No. 127. Sollte das von den kasanschen und tschagataischen Tataren in der Umgangs- sprache gebrauchte oJ und ^ nicht mit dem oben bespjpo- ehenen m zttsammengesletlt werden können? — 32 — Zenk. S. 43. No. 123. im Original heisfit es: üb) Aus Ad- jectiven durch Anfügung derselben Partikel /Jl oder J^) oder der Partikel a» .» Unter den folgenden Beispielen findet fiich ja auch in der That J^y^ nicht gar gross von äjKi gross. Zenk. S. 43. No. 124. Die neue Ausgabe der Kas. Gr. um- schreibt: aiBASKHres'B, aT^aumiraai {ncl), wo das mittlere t bes- ser zu der kürzeren Form des Deminulivs passt. Zenk. S. 44. No. 125. d., Kas. S. 77. No. 131. d. Statt d hätte man ^ schreiben müssen, SL fehlt bei Hn. Zen- ker. Das Affix ^ soll bei Adjectiven zur Bestim- mung der Qualität, mh onpe4'ibjieHifl KanecTBa dienen: lie- ber gar keine Angabe der Bedeutung, als eine so unbe- stimmte!. Zenk. S. 45. No. 127., Kas. S. 79. No. 133. Statt ^ ist mit der ersten Ausg. zu lesen ^ , statt y ~ H (bloss bei Kas.), statt % '^ % - Schmidt hat diese Art von verstärkten Adj *3L ec 'f]^ tiven erklärt, indem er die vor- antretende Silbe eine Reduplication nannte; Hr. Kas. zieht es vor, dieselbe eine Zusatzsilbe, npH5aB0Hiii»iä ciorB,'zu nennen, wodurch wieder Alles verdorben wird. Zenk. S. 46. 47. No. 128. 129., Kas. S. 81— 83'No. 134. 135. Wie passen die Regeln über zusammengesetzte Nomina hierher? Unmittelbar vorher und unmittelbar nachher werden ein&che Derivata besprochen. Zenk. S. 47. Z. 3., Kas. S. 83. Z. 6. jL) J^ Hundert- fuss ist kein Käfer (wie Hr. Zenker glaubt), wohl aber ein Insekt; der systematische Name lautet weder scolopendro (Kas.), noch scolopendrion (Zenk.), sondern scolopendra. Sco- lapendro ist nichts, scolopendrion aber eine Pflanze. Ebend. Z. 9. resp. Z. 12. Solcher Zusammensetzungen wie — 33 — t^ Stein -Haus, d. i. fiteinerne« Haus «oll es im Mongolijschen nicht wenige, ne iiajo geben. Soviel ich weififi, kann mit jedem Stoflnamen oiine Ausnahme eine solche allgemein yerständliche Zusammensetzung gebildet werden. Zenk. S. 47. No. 130. a., Kas. S. 84. a. «Yerändern ^ in j oder c», «H3M'&BfliOTi> m na jhjh c .» Die Ausdmcksweise habe ich schon oben gerügt, dann ist aber auch M sattt c zu le.sen, wie Hr. Zenker schon aus den Beispielen hätte erse- hen können. Endlich ist noch zu bemerken, dass es zunächst nicht vom £ndbuchstaberi, sondern vom Vocal der Wurzel abhängt, ob ä oder j folgt, da nach neutralen Consonanten sowohl ^ , als auch j stehen kann, ^ach Hn Kas. bezeich- nen die damit gebildeten Nomina das Zueignen der Hand- lung desVerbums einem Gegenstande [npuceoeme A^n- cTBinnaroxa npe4MeTj] oder den natürlichenZustand ei- nesGegenstandes (npnpoÄHoe cocroanie npe4MeTa). Ich hatte mich vielleicht deutlicher ausgedrückt, aber gewiss nicht auf die Weise wie Hr. Zenk.: «bilden Nomina, welche den Besitz des Gegenstandes bezeichnen, auf welchen sich die Handlung des Verb ums bezieht.» Furchtsam (O -^^) ^'^^^ ^^^^ "^^^ ^^' Zenker derjenige, der im Be- sitz des gefurchteten Dinges wäre, da fiiglich nur dieses der Gegenstand sein kann, auf den sich die Handlung des Ver- bums fürchten bezieht. Ebend. Anm. ist c wiederum ein Fehler fiir S . Zenk. S. 48. c, Kas. S. 86. c. Wenn die mongolische En- dung ^ gleichbedeutend mit dem tatarischen ^^^ ist,, kann dieses nicht das afiigirte Possessiv sein; und ist es ursprüng- lich das afiigirte Possessiv, so haben nicht erst die Mongolen, sondern auch schon die Tataren dasselbe falsch angewendet. 5 — 3fc — Schliefislich ist noch zn bemerken, das8 in ^ 9 dem einzi- gen Beispiele, das Kowalewskij §. 35. "^ anführt, das Afiix ^ an die Yerbaiwurzel selbst ge ^ fügt wird. Schmidt (§. 32. der russischen Ausgabe) führt noch an, das aber auch unmittelbar von der Wurzel stammt. Zenk. S. 48. d,, Kas. S. 86. d. Mit welchem Rechte wer- gen die tatarischenDerivata auf ^Ic I oder •.& ) , »Ic J oder »dI von den Participien auf I abgeleitet? Eine grammatische Bil- dung will nicht nur lautlich, sondern auch begrifflich erklärt sein. Die regelmässige Form •.IcLLiL hat Hr. Zenker mit Unrecht weggelassen. Ganz willkührlich ist auch die Zusam- menstellung des Ailixes »6 1 mit jli oder^6 , da auf den an- lautenden Yocal gar keine Rücksicht genommen worden ist. Zenk. S. 49. e., Kas. S. 87. e. Man giebt dem letzten Wur- zelconsonanten nicht den ersten besten Yocal (KaKoü HB5y4b nacHbiü aBjEi), da dieser immer nur ein y (m), t, u oder u ist. Yocalisch auslautende Wurzeln werden j oder ä ohne Weiteres anfügen. ^. Hoffnung wird lisak nicht iisik ausgesprochen. ^ Zenk. S. 49. f. erste Klammer. Das Original sagt nicht alle, sondern fast alle (noHTH Bcib]. Zenk. S. 50. Anm. 3. «Aber von Transitiven, deren Hand- lung auf eine materielle Weise auf einen andern Gegenstand übergeht, desgleichen von Intransitiven, deren Handlung nicht von dem Willen des Subjectes abhängt überhaupt, werden Adjeclive gebildet.^ Das. Wörtchen überhaupt muss doch wie oben nach werden stehen. Zenk. S. 50. B. a., Kas. S. 90. B. a. Redselig oder ge- schwätzig sind doch nur Personen^ und doch sollen nach Hn. Zenker diese Adjectiva die natürliche Eigenschaft einer Sache bezeichnen. Im Original steht npe;^eT'b, das durch Ding hätte übersetzt werden müssen. Das Wort JjctT zer- — 35 — Hr Kas. in «^^uid J», ohne uns zu sagen, was c^ bedeute. Noch gewagter ist es, das Affix selbst wieder in ^^ und J zu theilen. Im Jakutischen giebt es eine Wurzel Känciä erzählen, berichten; hiernach könnte man versucht sein » zur Wurzel zu ziehen. C Zenk. S. 51. &. Wenn man Jemand böse, zanksüchtig, schläfrig oder verschämt nennt, so hat man damit noch keinesweges gesagt, dass dies seine hauptsächlichste Eigenschaft sei. Ueberdies können Sachen (die erwähnten Adjecliva sollen nach Hn. Z. die hauptsächlichste Eigenschaft einer Sache bezeichnen) weder böse, noch zanksüchtig, noch schläfrig, noch verschämt sein. Das Original sagt: dass die Adjectiva eine am Gegenstande (upe^MeTi»] im Ueber- fluss vorhandene (nao^niyion^ee) Eigenschaft bezeichnen. Zenk. S. 51. c, Kas. S. 91. c. Die Affixe j b , ilb oder jo identificire ich mit dem unter e. aufgeführten und oben schon besprochenen Affix Sd, Im Jakutischen lautet das Affix, wie ich schon oben bemerkte — aäx. Ä (nach weichen Vokalen 1) findet sich jedoch nur nach einfachen Yocalen, nach den Diphthongen Ma, iä, yo, fö. und nach a (1); nach K, X, T, n und c steht statt dessen t; nach den auf i aus- lautenden Di- und Triphthongen und nach p — A] nach H, H und M — H. Aehnliche üebergänge sind auch im Tatari- o y .0 y sehen nicht unerhört: so lautet der Plural von (jy — J^y ^neben^y und jJj^\ , von jlsf — jL^« (neben j>iU? und jui\si\ -, s. TamapcKan tpoMMomiuca, cocm, T. IkaMoeiaMB. Seite 14. Die Baschkiren und Kirgisen bilden (^5Jü^>^ und ^JjijfC' statt y^^j^ oder ^^^^^ und yüuic oder ^lic , eben- — 36 — OfOO« 0901 J OfOOl daselbst, S.2i7; ^yJ^j^' und ^J^JJJ1 statt J^JÜL^^ und ^y^jjj) ebend. S. 240. So ist auch das aderbidscbanische chjj^ (Zenk. S. 51, «., Kas. S. 92. e.) zu erklären, jl JbL viel ist vielleicht auf ^L reich (Reichthum) zurückzufuh- ren, jl Jf^ auf ^^1 das schon Schott irgendwo mit ^ verglichen hat. Das entsprechende jakutische Wort 6ajä heisst Körper; allein, ohne Begleitung, unbelastet, nicht -schwanger (das blosse Selbst); ^ ^ bedeutet ebenfalls Junggeselle, Kow. Lex. 1123, -^ äL ft. Zenk. S. 51 . (f., Kas.' S. 92. d. Die Glatze oder Blässe (bei Pferden] heisst im Mongolischen ^^ , kahl aber ^ Schm. 138, a., Kow. 861, ft. 802, a, J^ jr Zenk. S. 51. «., Kas. S. 92. e. Die erste Ausgabe der Kas. Gr., die Hr. Zenker bei seiner Uebersetzung, ich weiss nicht warum, zu Grunde gelegt zu haben scheint, vergisst die Klam- mer nach jJ zu schliessen; Hr. Z. hat sich nicht die Mühe gegeben, die neue Ausgabe zu Käthe zu ziehen, und hat auch schon vergessen, das« ein Weites und Breites über das ganz regelmässige Afflix oJ oder ^ geredet worden ist. Er fuhrt es hier wieder als eine Eigenthümlichkeit des Tatarischen auf. Das Original hat in der 2ten Ausgabe: «das Affix Mä (vielleicht aus J , oJ oder jJ verdorben) wird u. s. w.» Wenn Etwas durchaus verdorben sein soll, so kann dieses^ wohl mit dem kürzern J , aber nicht mit dem längern ää der Fall sein. Die Qual heisst im Mongolischen ^ , nicht f, das unaussprechbar ist. Das Affix ^ kann i^ übri- gens durchaus nicht nüt^Sl it vergl «^ ichen ^ wer- den, da es Weder dem Laute noch der Bedeutung nach damit übereinstimmt: es bildet Nomina aus der Wurzel und ist auch im Jakutischen vorhanden: KicTäläi^ Geheimniss vonKt«' ^ 37: CTiä verbergen, öaTThMaij Druck von öarrS drücken, co6oaoi| ( ^ Qual), Lohn, Bezahlung von co6yo ( 3\ )*ich 1^ Mühe geben (vergl. mein jakutisches Lexi- ^ conu. d. W.); CbiHHajaq ruhig, sorgenlos zu vergleichen mit demCausat. CMiiHaT ausruhen lassen und dem Reflexivum CbinnaH ausruhen. Zenk. S. 52. No. 130. f., Kas. S. 93. No. 136. f. Die Affixe {Jj\^ ^ \Ju^y ijj^ oder jj\^ , jjxi , jj\i sind in 6 , Ic , 15 und ^j oder jj zu «erlegen. B , Ic , Li ist die tatarische Dativ -Endung; der Dativ hiit hier, wie im Jakuli« sehen, die Bedeutung eines Locativs. Zenk. S. 52. No. 131. c, Kas S. 95. c. Hier hat der Uebersetzer das Original verbessert, wo bei /yJL« ^nd JULo die Bedeutungen vertauscht sind und zwar i^ beiden Ausgaben. Zenk. S. 53. rf., Kas. S. 95. d. jL-o^l und ^Lmij^. werden vielleicht falsch zerlegt: das Affix kann auch jLmxo und der Stamm ein Nomen actionh auf ^ sein. Im Jakutischen kann von jedem Substantiv ein solches Derivat gebildet wer- den um den Freund oder Liebhaber eines Dinges zu bezeich- nen: y Wasser, ywoax Wasserfreund; o^oKind, 050M- cox Kinderfreund; bijbiCTM das Schlucken^ bijbiCTWM- cax ein Freund vom Schlucken; KbiinaMoax reizbar scheint auf KbijbiH sich ärgern zurückzugehen. Auch Iwa- now (S. 249) nimmt jLm^ /.^Lj^^ als Affix an, hat aber das Nom. act. nicht erkannt, da er diese Adjectiva gerade vom Verbüra ableitet. Der Freund heisst im Mongolischen J nicht i .. AsfapaKcaR-B würde mongol. d zu schrei- 3^ ben f\ sein, aber ich finde dieses De \ rivatum wede r bei Schmidt noch bei Ko :" walewskij; Hr. Kas. schreibt J , das^ mai) wohl amaranmn aus- sprechen würde. \} Statt d ist jedenfalls 4| zu lesen: t, das^ man wohl amoaran Statt i ist jedenfalls i. — 38 — Zenk. S. 53. No. 132., Ka«. S. 96. No. 138. Bei der er- fiten Ausgabe tadelte es «chon Dorn, dass nicht angege- ben war, warum die Ziffern fälschlich arabische genannt würden. Das französische Original giebt den Grund ganz kurz an: weil nämlich die Ziffern eigentlich indischen Ursprungs seien. Zenk. S. 54. Note***, Kas. S. 97. Note (**). Die Verglei- chungen hinken ip hohem Maasse. In der lateinischen Endung iio wird t doch wie z {n) und nicht wie isch (q) ausgesprochen, und im Englischen duiy (Hr. Zenker hat dieses weggelassen) lautet d wie dj (4b), in notion das t wie seh (m). Zenk. S. 54. Anm. ft» Kas. S. 98. Note (**). In otmyl mag l immerhin des Wohllauts wegen ausgefallen sein, nicht aber weil der Endconsonanl durch / ersetzt wurde, sondern wegen der Härte, die aus der Verbindung dreier Consonanten lim entstand. Zenk. S. 55. No. 136., Kas. S. 99. No. 142. Die tatari- schen Zahlformen auf^J sind nicht Z a hl ad je et iva, sondern Collectiva und zwar Substantiva. Iwanow (S. 46.) nennt sie ganz richtig Co5HpaTejbHbifl und auch Hr. Kasem-bek giebt -y^l durch ABoe und j^jl durch Tpoe wieder; Hr. Zenker aber ungenau genug durch zweifach und dreifach, jf^^ übersetzt auch Hr. Kas. unrichtig durch 04hhi oder eAUBbiU, was aber auch nicht einfach bedeutet. Ein hinzutretendes j drückt nicht die Beschränkung der Zahl von Perso- nen und Sachen (orpaHnHenie Hucia mn-h hju npe4»ieT0B'B} aus, sondern bildet Distributiva und zwar Substantiva, wie man aus den angeführten Beispielen ganz deutlich ersehen kann. Zenk. S. 57. No. 142., Kas. S. 103. No. 148. Ganz einfach und veo^ändlich wäre es gewesen, wenn man gesagt hätte: wenn die Distributiva wiederholt werden , bilden sie Adver- .bia. In dem Beispiel j^jXmc .,JLo jjj] /j^y j^ «jeder Tu- — 39 — man enthält 10000 Mann» ist ^ aber du und du bedeutet haben. Schott*) will das jin Jjundj«* auf die mongolische Plu- *) Versuch über die Tatarischen Sprachen, S. 00. — »0— . ralendiing ^ zurückfuhren, was mir gewa^ ersc^eikit. Wenn man das Verhältniss der affigirten Possessiva « und M zu • w« (O^) ™^ ir ^^8^' weiter unten zu Zenk. S. 70. No. 18G.) in*s Auge fasst, wird man an dem zweimal erfolgenden Abfall des (j, den wir bei unserer Erklärung annehmen müssen, nicht gar grossen Anstoss nehmen. Zenk. S. 62. No. 154., Kas. S. 113. No. 160. Da, wie Hr. Kas. selbst bemerkt, sowohl Türken. als auch Tataren Jj , ^Jj und Jm* , jij^ promiscue gebrauchen ; so haben wir keinen Grund anzunehmen, dass die eine Form eigentlich ein Pluralis modestiae *) oder urbanitaiis^ ^e andere dagegen ein wirklicher Plural sei. Die Erklärung der doppellen Formen ist ganz einfach: man brachte mit der Zeit, als man sich nicht mehr des Ursprungs der Formen jj und J«, bewusst war, di^ Form mit der Bedeutung in Einklang. Die Kasem-bek'- sche Erklärung wird auch von Iwanow (S. 293.) angenom- men. Zenk. S. 62. No. 155., Kas. S. 113. No. 161. Auf die ta- tarischen Dative j6j j , joi •J und j bli *i habe ich schon oben zu Zenk. S. 29. No. 82. aufmerksam gemacht; desgleichen auf den comanischen Dativ angoT' i U i ; mungarA sti(Klaproth a. a. 0. S. 201.) war mir entgangen. Inzwischen habe, ich' noch einige interessante Formen kennen gelernt^ die bei den Tataren im Nowgorod'schen Gouvernement **) im Gebrauch *> ^ wird im Türkischen und Tatarischen als Pluralis mo-- desiiae gebraucht: Sf^^* jff^ ^, ^ '\ii\i bin ein armer Mann. Iwanow, S. 294. Vergl auch Redhouse, S. S2. §. 278, Pfiz- maier, Grammaire turque, S. 309, 510. §. 99. **) Ueber diesen Dialekt gedenke ich nächstens eine beson- dere Abhandlung, zu veröffentlichen. — n — «md: es sind die Dative Sg. ac^ü) OHapija und &hj!jy My- nap^a, die Ablative Sg.^bjÜj und^j)3;b^und die Loc*- tive l^^bl und f^^Ü^. Die entsprechenden Casus im Plur. lauten ac^^I und ^jiy, ü^>J^^ «nd ü^^j^yf* l:>Jj| und l^Jjly. Die Locative der kürzeren Stämme (j) und ^^ — ) jlJ) und I jJyo werden nur adverbialiter gebraucht. Zenk. S. 63. No. 156., Kas. S. 114. No. 162. ^ oder ^L«i ist zusammengesetzt wie y^i und y^ I . Im Jakutin sehen kann jedes Demonstrativ auf solche Weise verstärkt werden und zwar vocalisch anlautende durch Vortreten eines c (s), consonantisch anlautende durch Vortreten der Silbe cy oder ci. Beispiele: ö^ Jij\ jener, cö.i J^ eben der, der- selbe; ixi dieser hier, ciTi eben dieser hier; 6y die- ser, cy6y eben dieser, waHW diesen, cyManbi eben diesen; ou^o so viel, co^qo so viel eben; 6iIiriH jetzt (6i ist Demonstrativum), döiliriu eben jetzt. Das von den Tataren gebrauchte J ÜL^I möchte ich aus diesem Grunde lie- ber in ^^f und J^l zerlegen; ^jl entspräche alsdann dem ^1 oder ^^1 in y^\ oder j^f ; es ist jedoch zu bemer- ken, dass der vortretende Vocal in yJ* I oder y^l durch die Doppelconsonanz im Anlaute hervorgerufen wurde. Zenk, S. 64. No, 161., Kas. S. 116. No. 167. Dieser J. hätte doch fiiglich ganz wegbleiben können. Viel besser wäre es gewesen, wenn der Verfasser gleich bei den persönlichen Fürwörtern gesagt hätte, dass im Türkischen wie in vielen andern Sprachen eigentlich kein Substantiv - Pronomen der dritte« Person vorhanden wäre, und dass ein Demonstrativ 6 — w — seine Stelle verträte. Das Jakutische hat, im Vorbeigehen gesagt, ein Substantiv-Pronomen der dritten Person, nämlich KlHl. Zenk. S. 64. 65. No. 162-164., Kas. S. 116 - 118. No. 168 — 170. Der türkisch-tatarische Sprachstamm hat eben so wenig wie das Mongolische ein relatives Pronomen, weder ein selbständiges noch ein affigirtes. Das selbständige Relativ a) ist aus dem Persischen entlehnt, wie auch Hr. Kas. annimmt. Dies erhellt schon aus der Orthographie: in türkischen Wör- tern ist das auslautende o nichts weiter als ein Yocalzeichen und zwar immer ein a oder e (o], niemals ein » wie in A3 ki. J^ist ein Interrogalivum und wenn es hier und da als Rela- tivum gebraucht wird, so hat sich dieses wie auch in andern Sprachen aus dem Interrogativum entwickelt. Ein affigirtes Relativ kann ich noch weniger zugeben: ist es irgend wahr- scheinlich, dass sich ein solches vor dem selbständigen ent- wickelt hätte? oder darf man etwa annehmen, dass die Tür- ken ursprünglich ein selbständiges Relativ besessen und mit der Zeit wieder aufgegeben hätten? Das Relativ entwidLelt sich gewiss in allen Sprachen am spätesten, weil es am leich- testen entbehrt werden kann. Ist es aber einmal nothwendig geworden, so wird man es gewiss nicht wieder so leicht auf- geben. dT haben die Türken von den Persem entlehnt, das Persische hat mit dem Türkischen nicht die allerentfernste Verwandtschaft, und dennoch sollen dTund ^^identisch sein. Hier hätte ich einen andern Beweis erwartet, als den uns Hr. Kas. bietet. Im Jakutischen tritt das dem ^^entsprechende Afiix Kbi, vbiy ijh], i|b] (je nachdem dieser oder jener Laut unmittelbar vorhergeht) nur an Adverbia des Ortes und der Zeit und bildet aus diesen Adjectiva des Ortes und der Zeit: öyryH u/^ heute, öyty^^ c/ü^V heutig; c5c im Frühjahr, c3cKbi, ^jL (Iwanow^ S. 247.) frithjahr- — *3 — lieh; ycä oben, fdk^ der obere. In den andern türkisch- tatarifichen Sprachen finden wir dieses Affix noch nach Loca- tiven, die man als Adverbia des Orles oder der Zeit fassen könnte *), nach den Genitiven der persönlichen und demon- strativen Fürwörter ^ur Bildung substantivischer Possessiva (der Meinige, Deinige, Seinige u. s. w.) und auch nach Nomi- nal - Genitiven , was Hr. Kas. nicht lehrt, wohl aber Red- house, Grammaire ratsonnee de la iangue oUomane, S. 60.; z.B. i^y^^ dem Vater gehörige väterlich. In ^^yCi ficheint Hr. Kas. ebenfalls das Relativ zu sehen, aber wir werden es an seinem Orte anders zu erklären suchen. Auch das declinirbare Particip auf j3 oder ^3 soll, wenn es die affigirten Possessiva a, ^ oder^^ annimmt, «das aifigirte Rela- tivpronomen an den Tag legen» (o5Hapy»uiBaeTi> Toxce coe^n- HCHHoe idbcTOHM'ikHie). So sa^t Hr. Kas., wir werden aber am gehörigen Orte diese Erklärung als falsch verwerfen müssen. Interessant ist es aber zu sehen, wie Hr. Zenker diesen Passus übersetzt, den er doch nicht missverstehen konnte, da Hr. Kas. auf die No., wo die Formen auf j3 und^^ erklärt werden, verweist. «Das declinirbare Particip auf ^^ oder 3^ , mit dem abgekürzten Pronomen p , ß oder ^ , bringt den Sinn desselben affixen Pronomens her- vor.» Zenk. S. 65. No. 167. Statt neim (^) und nein (il^^i) ist ohne allen Zweifel nejim und nejin zu lesen. *) Das jakutische Affix TB^bl u. s. w., das aus Substantiveu Adjectiva des Ortes (dort befindlich) bildet, entspricht ganz dem mongolischen ^ •^ soll vor negativeo Verben nichts bedeuten. Im Rufifiuchen hat dies noch einen Schein Yon Wahrheit, weil, wie schon eben bemerkt wurde, in einem wichen Falle zwei Negationen gesetzt werden; im Deutschen aber giebt eine solche Uebersetzung nur zu Missverstindni*- sen Anlass. Zenk. S. 70. No. 186. Hier hat sich Hr. Zenker wieder ohne allen Grund nach der ersten Ausgabe gerichtet und ver- gessen mis^ ünÜB nach ni$ und niU (ffn») hinzuzufügen. An den Zusammenhang der afiigirten Possessiva der bei- den eisten Personen mit dem selbständigen Pronomen perso- nale wird wohl Niemand gezw'eifelt haben; aber ohne Zura- theziehung des Jakutischen möchte es doch schwer fallen» die jetzt ziemlich von einander abweichenden Formen zusam- menzufuhren. Wir beginnen mit dem Singular. Das selbständige Pronomen personale der ersten Person Sg. ist /•> , in andern Dialekten /^ , im Jakutischen mir; das der 2ten /.*«« , im Jakutischen, wie auch sonst, mit Abfall des anlautenden^^ — äH Das affigirte Possessiv der Iten Person Sg. ist im Türkischen überall m , im Tatarischen hat sich die Form mit O ^^^ i°> Genitiv und Accusativ, aber mit Ausfall des Vocals, erhalten; im Jakutischen hat der Nominativ oder die Grundform m, die (Cliquen Casus bald 6iH (6biH, öjH^ 6yH), bald 6i (6bi, 6y, 6y)« Der Accusativ hat die volle Form ohne Casusendung: 6iH statt öiiii. Die Endung M (5 und M wechseln in den türkisch-tatarischen Sprachen bestän- dig) verhält sich also zur vollen Endung 6iH gerade so, wie das früher erwähnte ^^^iwJ , jak. Kbic, zu/^A^Li , jak. Kbicbiu; jak. cai zu cajwH, Moi zu Mojyn u. s. w. In der zweiten Person Sg. ist das anlautende ^^ c in einen Gutturd übergegangen, der Vocal ist beim jakutischen afiigir- — *6 — Cen Possessiv wie beim Pronomen personale imOrenbm'gischen ^•^ , Iwanow^ S. 54.) ein i^ das natürlich mit bi, j und y wechseln kann. Die volle Endung ist demnach in (biH, yn, yn) mit einem anlautenden Guttural , der, je nachdem dieser oder jener Laut vorhergeht, als i§, r, k, x oder ^(= oLi) erscheint. Diese volle Form ohne Casusendung bildet wie bei der ersten Person den Accusativ. In den übrigen obliquen Casus wechselt §iH mit $i. Im Nominativ oder in der Grund- form hat sich das Pronomen am stärksten verkürzt, indem hier auch der Yocal abgefallen ist; der Guttural ist als Aus- laut in den Nasal seiner Klasse (h) übergegangen , wie bei der ersten Person der Labial. Beim Verbum findet sich die Völle Endung ^ih neben der verkürzten i|. Im Türkischen treffen wir überall die kürzeste Form auf ^ an, im ^^tari- schen hat sich die Form mit (j ('S) noch im Genitiv und Accusativ erhallen. In der ersten Pluralis fallt im Türkisch -Tatarischen das afßgirte Possessiv mit dem selbständigen Pronomen zusam- men, wenn man den Wechsel zwischen ^^ und > nicht in Be- tracht zieht. Im Jakutischen erscheint aber in den obliquen Casus eine verstärkte Form auf Ih und i Der Anlaut ist hier 6 ; dem J (im Jakutischen c) entspricht, wie auch sonst häufig, t; wir erhalten demnach die Formen öir, öiriH (zu- gleich auch Accusat.), öiii. Bei der zweiten Pluralis haben wir im Jakutischen statt des anlautenden ^^ wieder einen Guttu- ralen, statt des j (im Jakutischen c) wie bei der ersten Per- son Ty dabei dieselben Verstärkungen; also: igiT (riT, kIt, xiT, hIt), gixiH (zugleich Accusativ) und jixi*). ImTürkisch- *) Die selbständigen Formen der iten und 2ten Person Plur. — *7 — Tatarischen ist das anlantende ^^ des selbständigen Prono- mens wie im Singular in Sagir-nun oder ^ übergegangen. Wir gehen nun zur dritten Person über, die mit keinem selbständigen Pronomen identificirt werden kann, wo es aber doch darauf ankommt, die ursprüngliche Form festzustellen. Diese finden wir in dem abgekürzten Accusativ auf -jm oder •j^ . Das Jakutische hat t statt ^j*» , aber neben der vollen Form erscheint in den obliquen Casus auch xi (z=z^^\ , nad\^ Analogie der beiden andern Personen. Der Nominativ oder die Grundform geht aber nichts wie man erwartet hätte, auf T , sondern auf rä (in bestimmten Fällen auch auf tIu) aus. Die übrigen verwandten Sprachen haben hier den ursprüng- lichen Vocal ^ beibehalten. Die Form auf -h und ^ nach Consonanten ist durch Abfall des ^jm (jakut. t) entstanden; im Jakutischen steht nach Consonanten ä (im Nominativ : ä wech- selt mit a, o und ö), ih und i. Der Accusativ hat im Tobol- skischen und Orenburgischen seine Endung wie im Jakuti- schen eingebüsst : /jijj 1 und /jij^jj ) , G i g a n o w, S. 57, •j^Ljl und -jij^^J , Iwanow, S. 63, 64. Wir haben schon oben bemerkt, dass wir für die dritte Person kein ent- sprechendes selbständiges Pronomen aufzuführen vermögen, das, wie bei den beiden andern Personen, die vollere Form erhalten hätte; aber unsere Ansicht, dass -^ , im Jakut. tIh (xbiH, xyH, Tyn), die ursprüngliche Form sei,, wird durch die Endung der dritten Sg. des Imperativs (J^ , jakut. tih (tmh, TyH, Tyn), beinahe zur Gewissheit erhoben. Zum Schlüsse darf ich nicht unerwähnt lassen, dass schon Rük- lauteo im Jakutiücbeii 6iciri und äciri oder iciri, aber iri ist eine blosse Verstärkung, die auch in den obliquen Casus des Singulars erscheint. — *8 — kert {AUgemMM Uieralm-Zeittmgy März 1828, S. 578) dm (j in den obliquen Casus der dritten Person zum Pronomen ge- zogen und den Accusativ auf /k» als Grundform erklärt bat. Zenk. S. 70. No. 187. Ist e« Hn. Z. nicbt eingefallen, daüs ^j^^uT nicht bloss seine Bücher und ihr Buch, sondern auch ihre Bücher bedeutet? Zenk. S. 70. No. 188. , Kas. S. 131. No. Idi. «Hiervon sind ausgenommen u. s. w.»«0TCK>4a ucKJio^aioTeAu.s.w.» Eine sonderbare Ausdrucksweise , zumal da am Ende noch gesagt wird, dass ^und^^y«« hier richtig zusammengesetzt werden. Nothwendig wird Jedermann, der nicht die folgende No. sogleich nachliest, denken, dass hier in der That zwei Pronomina mit einander verbunden seien. Es hätte hier auch erwähnt werden können , dass die Perser ^U und ^^y^ wiederum aus dem Arabischen entlehnt haben; die Angabe der ursprünglichen Bedeutung der arabischen Wörter Ai und ^JaMJ wäre auch nicht überflüssig gewesen. Das mongolische Wort ist wie gewöhnlich wieder verdruckt: man lese ^ Ebend. Beisp-iele. Zweite Person. Yocale gelten Hn. Kas. für nichts, daher erfahren wir auch nichts woher «^ilTlf nur zweisilbig ist. Im Jakutischen gilt folgendes Gesetz: a, a, ö imd ö sind schwere Yocale, die nicht so leicht ausfallen; biy \, J und y leichte Yocale, daher auch immer als Binde- Yocale im Gebrauch. Consonantisch auslautende zwei- oder mehrsilbige Nominal - und Yerbalstänune mit einem vorher* gebenden leichten Yocal werfen diesen vor vocalisch aiF lautenden Affixen der Begel nach aus, wenn dadurch nicht eine zu grosse Härte entsteht; vor consonantisch anlautendeii Affixen findet in einem solchen Falle bisweilen eine Umstel- lung Statt, so dass der Stamm vocalisch auslautend wird. Bei einem solchen Aus£all des Yocals findet, wenn di«^ dadurch zusanunenstossenden Consonanten mit einander unverträglich — w — sind, eine Accommodaiion Statt. Mypyn Nase/MyHHyM statt MypHyM meine Nase; a^biH Untertheil, aHHbiM^statt aJHbiM mein Unte rl heil; bJCbirbiH lass lo«, bicbiK- Ta6b]H statt biCbirHa6biH ich Issse 1 os; iTiH^maehe dich heis8, irräöiH statt iTHäöiH ich mache mich heiss; icilifl werde gehört^ icillä6iH statt icilnäölH ich werde ge- hört u. s. w. Warum wird für das Aderbidschanische nur die Form ^y aufgeführt, da nach S. 11. No. 48. 3. (Kas. 8. 20. No. 48. 3.) auch geülun (ray^yni) im Gebrauch ist? Zenk. S. 73. Das talarische ^.^JLlc) ist mit Hn. Kas. durch agaelari (nicht cfgacilari) zu umschreiben. Zenk. S. 76. No. 192., Kas. S. 141. No. 198. «Das Suffix der drillen Person /(j^ wird in den Casus obliquis, des Plurals sowohl als des Singulars, oft weggelassen... Hr. Kas. sagt «der charakteristische Buchstabe» statt «Suffix», und nach- traglich S. 145. No. 200. c. «/| , das des Wohllauts wegen in alle Casus (mit Ausnahme des Nominativs) des Possessiv- Pronomens der dritten Person aufgenommen ist, reicht häufig hin, die Anwesenheit des charakteristischen Buchstabens die- ses Pronomens anzuzeigen.» Hr. Zenk. (S. 78. No, 194. cA wiederum «Suffix» statt «charakt. Buchst.» Das heisst doch das arabische Alphabet, das ohnehin zur Bezeichnung tür- kisch - tatarischer Laute wenig geeignet ist, ohne alle Noth miss verstehen. £s ist ein im Türkisch -Tatarischen allgemein angenommenes Gesetz, jedes Wort, das für das Ohr voca- lisch auslautet, für das Auge auf 1 , ij , ^ oder o ausgehen txL lassen, oder, was dasselbe ist, jedes Wort, das auf ein an- deres Zeichen ausgeht, consonantisch auslautend zu sprechen. Wenn ein solcher vocalischer Auslaut zum Inlaut wird, lässt man nicht selten jene Yocalzeichen weg, weil hier nicht so leicht als am Ende der Wörter ein Missverständniss entsteht. 7 ^50 — Man flehreibt dif I thue nicht» aber JU^ ist zu lesenJlA;? I pj^ müherrem ajynyn. Das heisst doch die Geduld des Lesers mehr als missbrau- chen, wenn man ihm auf 1% (bei Hn. Z.), resp. beinahe 3 (bei Hn. K.) Seilen nun noch zu guter Letzt eine vollständige Declination des possessiven Fürwortes^ an einem zusam- mengesetzten Subjecte {stet) vorführt. Zenk. S. 78. 79., No. 195. 196. 197. Hr. Zenker ver- wechselt das Reflexivum mit dem Reciprocum. Zenk, S. 78. No. 195., Kas. S. 146. No. 201. «^^^Tund jjl können, wie alle übrigen Nomina^ die Affixe des Pos- sessiv-Pronomens annehmen.» Sie kommen ja nur mit dem Pronomen vor. Hr. Kas. sagt ganz richtig «sie werden regel- mässig declinirt und nehmen, wie jedes Nomen, die charakte- ristischen Affixe (Partikeln) der possessiven Pronomina auf folgende Weise an.» mjj\ u. s. w. hätte erklärt werden kön- net jjl bedeutet wie das entsprechende jakutische yöc das Innere einesDinges; mjj] heisst demnach eigentlich mein Inneres. ?enk. S. 79. No. 196.> Kas. S. U7. No. 202. JL nennt Hr. Kas. ein Adverb (sap'kHie), Hr. Z. eine Partikel und dennoch nimmt es Pronomina an und wird dann declinirt. Wie steht es denn aber mit der Bedeutung? Das Adverb dX» bedeutet nach Men. I) zugleich, 2) auch, oder. Wie soll denn daraus ein Reflexivum oder richtiger gesagt ein Prono- men der Selbstheit entstanden sein? Viel lieber würde idk dieses Pronomen aus dem Persischen erklären: hier heiMt aLj unter Anderm Bruitj imd aaLj «ich selbst« hiease — 51 — demnach eigentlich meine Brust; ganz analog drückt der Mandficbu, Mongole und Jakute ich selbfit durch mein Körper aus. Zenk. S. 79. No. 197., Kaa. S. 147. No. 203. Der, die, daa Meinige ist im Deutschen kein Reeiprocum, nicht einmal ein Reflexiv um, was Hr. Z. wohl hat ausdrücken wollen. ^S^ ist eben so wenig ein Reflexivum, sondern nur wie das deutsche der Mein ige, das französische le mien, ein substan- tivisches Possessiv; vgl. Redhouse, Grammair e raisonnee de la langue oUomane, S. 61. Hr. Kasem-bek nennt diese Deri- vata nicht Reflexiva, aber doch falschlich Adjectiva. Zenk. S. 80. Anm. 2., Kas. S. 149. a. S. 150. Das (j in ^'^^' t'*^-^' Z'^^' f.'^' ' ^^^^ ™^ Ls'^r^ gehört nicht zum Afiix, sondern zum Pronomen, wie man schon aus nach Gonsonanten (im Jakutischen nach h immer h) und ei- nigen Diphthongen entspricht. Mit der Endung c)^ Hesse sieh — 52 — fibrigen« auch da« jakutische Affix Tax zusammenstelleii. Die- ses Afiix bildet unter Anderm xairax wie beschaffen Yom Interrogativ-Stamm xai. Das Affiv ^if vergleiche ich mit der Endung Ahi im Jakutischen , die den von mir sogenannten Casus adverhialU bildet: Kici Mensch, Kicili nach Men- schenart. Zenk. S. 81. Note., Kas. S. 153. «Hr. Viguier findet in der türkischen Sprache zwölf Declinationen und zehn Gonju- gationen, indem er sich auf die unbedeutenden Veränderun- gen der Endlaute stützt, die in lebenden Sprachen so häufig, und fast immer eine Folge der nothwendigen Harmonie der Laute sind.» Die unterstrichenen Worte beweisen zur Genüge, dass Hr. Kasem-bek von jenem Charakteristicum der ural-altaischen Sprachen, der sogenann- ten Yocalharmonie, eine gar mangelhafte Vorstellung hat. Er macht sich über Hn. Viguier lustig, indem er ihn eine Grammatik der Töne des Türkischen schreiben lässt; aber Hn. Kasem-bek's Werk stände in meinen Augen bedeutend höher, wenn der Verfasser sich nur ein wenig mehr um die Laute des Türkischen gekümmert hätte, und hier hätte er viel, sehr viel Beachtungswerthes bei Hrn. Viguier finden können. Zenk. S. 82. No. 205., Kas. S. 15i. No. 211. «Hinsicht- lich der Bildung der Modi und Tempora folgen wir der ge^ wohnlichen Ansicht und betrachten den Infinitiv als den Mo- dus aus dem alle übrigen Modi abgeleitet werden können.» Ist auf diese Weise ein Fortschritt in der Wissenschaft mög- lich? Zenk. S. 83. No. 212., Kas. S. 156. No. 218. Die ver- schiedenen Arten der Verba werden nicht durch Einschie- bung gewisser Buchstaben gebildet, sondern durch Anfügung derselben an*s Ende der Wurzel. Hr. Kas. nennl es npa- 6dMJLemib, Hinzufügung. — 53 — Zenk. S. 84. No. 2t4., Ka«. S. 157. No.220. m wird doch nicht in J^ yerwandelt, sondern J tritt an die Stelle von j • Zenk. S. 84. No. 217^ Ka«. S. 159. No.223. Herrn Ka«. fällt es nicht ein auch die tschuwaschische Endung an mit jL« u. s. w. zu vergleichen. Zenk. S. 85. No. 218. Hier und in der Folge nennt Herr Zenker das Causativum oder Factitivum — Transitivum, was durchaus zu verwerfen ist. Jedes Causativum ist in der Regel ein Transitivum, aber es ist zugleich eine abgeleitete Form; das Transitivum dagegen kann auch eine pnmitive Form sein. Ich sagte eben^ dass ein Causativum in der Re- gel ein Transitivum sei, weil mir das jakutische ciälläp vor Augen schwebte. Giäl bedeutet hier traben, das Causativ ciälläp (ein Pferd) traben lassen oder auch im Trabe reiten. Zenk. S. 89., Kas. S. 165 fgg. jC^jjJ^ kann nur heis- sen: näthigen geliebt zu werden, Ju^jjJ^ nicht nölhigen geliebt zu werden, iJu^ojjJ*m« nicht im Stande sein zu nöthigen geliebt zu werden. Zenk. S. 91., Kas. S. 168, 169. JCJ^. Auf diese Weise wird im Jakutischen das Passiv immer gebildet, wenn der Stamm consonantisch oder auf einen mit i schliessenden Di- oder Triphthongen auslautet. Die übrigen vocalisch auslau- tenden Stämme fügen wie die verwandten Sprachen nur h , (j an. cJU*i j^ «WM ist nicht gleichbedeutend mit ^J^jjz*m^ ; jenes heisst: sich gegenseitig nöthigen zu lieben. So heisst auch sj<^j^m»** sich gege nseitig nicht nöthigen zu lieben, JG*^, jQj^^ und fji^djj^y^ sind wiederum mit Ju^jJ^ u. s. w. verwech- selt worden; man lese: zu lieben genöthigt werden, zu lieben nicht genöthigt werden, nicht im Stande sein genöthigt zu werden zu lieben. Zenk. S. 93. No. 234., Kas. S. 1*32. No. 240. «Der einzige Buchstabe J charakterisirt im Türkischen alle diese Verba, und durch eine geringe Veränderung in der Aus- sprache und Einschiebung gewisser Buchstaben werden Ac- tiva, Neutra, Reflexiva, Reciproca und Transitiva gebildet.» Was ist das für eine geringe Veränderung in der Aus- sprache, die diese Wunder hervorbringen soll? Wann fin- det im Türkischen eine solche Veränderung in der Aussprache statt? Zenk. S. 94. No. 235. 2. jCJj heisst nicht schlechtweg sich verheirathen^sondern zur Frau nehmen, sKennTbca. Zenk. S. 94. No. 237., Kas. S. 175. No. 243. Eine hübsche Erklärung! Das a und e macht indessen auch keine Schwie- rigkeit, wenn man ji^l — olmcüt und nicht ulmak spricht. Im- Vorbeigehen gesagt, umschreibt Herr Käsern -bek selbst schon auf der folgenden Seite Jjlj) durch olmak. Die Sache verhält sich nämlich so : olmak schliesst sich an das vorange- hende Nomen so eng an, dass es seinen Vocal wie ein Affix dem vorangehenden Vocale anpasst. Nun kann zwar im Tür- kischen und Tatarischen jeder leichte Vocal (t, y, u, n; vergl. oben zu Zenk. S. 70. No. 188.) in einem Afiix erscheinen, von den schweren {a, e, o, o) aber nur a und e. Es muss also hier an die Stelle des schweren Vocals o entweder a oder e treten. Im Jakutischen treffen wir auch bei den schweren Vocalen einen vier&cben Wechsel an: so lautet der — 55 — Plural von a;a — a^^ap^ von äcä — acäläp^ von 050 — o^o^op, von TÖ60 — Tö6ölöp. Zenk. S. 97. fgg., Kas. S. 179. fgg. Es kommt mir vor, als wenn die Grammatiker mit ihrem Hülfszeitwort J^) ein wenig Missbrauch trieben. Ich will das Vorhandensein dieser Wurzel nicht leugnen, ich will gern zugeben, dass dier selbe aus der in einigen tatarischen Dialekten erscheinenden volleren Form cX^I entstanden; aber ich kann durchaus nicht zugeben, dass diejenigen Formen, die ganz mit dem selbständigen oder afligirten Pronomen zusammenfallen, et- was anderes sein sollten, als eben dieses Pronomen selbst; ich leugne, mit andern Worten, das Vorhandensein des Präsens. Desgleichen verwerfe ich alle Zusammensetzungen der reinen Wurzel mit den sogenannten verkürzten Formen des Hülfe- verbums. Hier die Gründe für meine Ansicht. Im Jakutischen wird das Prädikat der dritten Person in der gegenwärtigen Zeit stets ohne Gopula dem Subjekt beigefügt; in der Iten und 2ten Person erhält das Prädikat in demselben Falle, gerade wie im Tatarischen, die entsprechenden Sub- stantivpronomina, die ich in dieser ihrer Funktion Prädikats- Affixe der Gegenwart benenne. Es giebt aber im Jakutischen auch Prädikats -Affixe der Vergangenheit, die ganz mit den kürzesten Formen der affigirlen Possessiva , wie sie im Casui indefiniiug erscheinen, zusammenfallen. Im Tatarischen fallen die Prädikats -Affixe der Gegenwart bis auf die zweite Plura- lis, von der auch eine verstärkte Nebenform besteht, ganz mit dem Pronomen substantivum zusammen. Die Nebenform JXL*, scheint aus einer Verbindung des selbständigen Pro- nomens fy**) mit dem affigirten (jXj) entstanden zu sein. Im Jakutischen ist das Substantiv - Pronomen bald geschwächt, bald verstärkt, in einem Falle beides zugleich ; die Prädikats* . Affixe der Gegenwart dagegen haben die ursprimgUche Fom treuer bewahrt. Die Substantiv -Pronomina lauten: mIh ich, — 56 — äH du, 6iciri wir, äciri oder iciri ihr; die Prädikate-Affixe der Gegenwart dagegen: 6iH, ^IH (riH, kIh, xih, i^ih; jbifi u. fi. w.), ßiT, giT (rix, kit, \it, gir; jbiT u. a. w.). lieber da« Verhältnis« der beiden Reihen zu einander habe ich schoa oben beim Pronomen geredet. Diese Prädikats- Affixe schlies- sen sich so eng an das Prädikat an, dass sie ihren anlauten- den Consonanten und den darauf folgenden Vocal den Lauten des Prädikats anpassen: tot satt, mih TonnyH ich bin satt, äH TOKKyH du bist satt, 6iciri TOnnyT wir sind satt, äciri TOKKjT ihr seid satt; Täi{ gleich, mIh Tä^MiH ich bin gleich, äH Täi^in du bist gleich» 6iciri Täi^MiT wir sind gleich, äciri Täi^iT ihr seid gleich. Die Prädi- kats-Aflixe der Vergangenheit fallen, wie gesagt, ganz mit der kürzeren Form der afligirten Possessi va zusammen: 6afp da seiend, Dasein, mih 6l!pbiM mein Dasein oder ich war da, äH 6spbiii dein Dasein oder du warst da, kIh! oSpa sein Dasein oder er war da^ 6iciri 63p6biT unser Da- sein oder wir waren da, äciri 6äprMT euer Dasein oder ihr wäret da, Kiuiläp 6ä^j[apa ihr Dasein oder sie wa- ren da. Von der Wurzel i hat sich im Jakutischen nur iöiT = f^^j erhalten, von ä nur das Perfectum äTiM = ^ jjj ; aber äp, das ich mit den tatarischen und uigurischen Wur- zeln^) und ^ (vergh Abel' ^ernnsai, Becherches 8ur les languei laiares, S. 269, 272, 276) vergleiche, sind eine Menge Formen erhalten, die ganz regelmässig gebildet sind. Diese Wurzel äp bezeichnet aber nicht das Sein schlechtweg, son- dern ein Sein , das mit einem andern Sein oder einer andern ThäSgkeit zu gleicher Zeit stattfindet. Daher wäre ich ge- neigt im Präsens II. der türkischen Gonjugalion mj^» oy^ eine Zusammensetzung mit diesem Verbum des Seins anzu- nehmen. In diesem Falle wäre mj^ o^u* eine Verkürzung v6n — w - , fjjyi! ^y** wi^ j> vQ» jjp^ , G«nz ähnlieb «agt eaaii im Ja» kuti^chen: ac^H äpä^iH ich bin gerade (während ich die- fea fiagf^) I>eim Basen. Alle einfachen (wenn ich mich so ausdrücken darf] Verbal- formen im Türkischen und Tatarischen sind, wie schon Rük- kert*) hervorgehoben hat, eine Verbindung eines Partici« piums mit dem Pronomen personale oder eines Nomen actionia mit dem afligirten Possessiv. Die periphrastiseheii Verbal^ formen dagegen sind Zusammensetzungen eines Parlicipium$ oder eines Nomen actionis mit einem Hülfeverbum. Nur der alte Imperativ fügt die Personalendungen unmittelbar an die Wurzel. Gerade so verhält es sich im Jakutischen, Das Pro- nomen personale am Ende solcher Bildungen fallt im Türki- schen bisweilen mit dem afflgirten Possessiv zusammen, wäh- rend es im Tatarischen mit dem selbständigen Pronomen über- einstimmt; die Ite Person Pluralisliat im Türkischen ihr an- lautende« weder m eingebüsst. Tatarisch: --^^L**, .j*^L- , Jh^ > Jr^J^ 5 türkisch:>,j^ , jjy^, iT-^T*" ifJr*^ ^ Die dritte Person Sg. ist das Participium selbst ohne allen Zusatz (^>, das hier und da erscheint, hatte ursprünglich eine ganz andere Bestimmung)« die dritte Plural ist dasselbe Particip mit dem Affix des Plurals^ , ^ ? tatarisch: j^ , jaJ^ , türkisch : jy^ , ^jy^ • Das affigirte Possessiv ist im Türkischen nur in der Schreibart der zweiten Person von den Formen im Tatarischen unterschieden: >, ^, ^c, — , j^ y V^ 5 ^ » wß I CS > -^ # J^ » ^ . Die erste Phiralis hat in diesem Falle, wie es mir scheint, keine besondere Perso- nalendung, sondern ist das Nomen actionis **) selbst, das dem *) y^llgemeine Literatur- Zeitung , |8«0, I. S, ^79, U80. **) Dieses Nomen actionis ist w den meisten Fallen ungleich Participium, wie auch das Participium oft als Nomen actionis er- scheint. 8 - 58 -- Tempus oder Mödtts 2a Grunde liegt. Auf dieie Weise ist z.B. dafiPräterilum ß^y^ 9 jl^^ , iS^y^» ^:>yM , ^>y*' t y^^y*» ZU erklären, wo alle Personen, mil Ausnahme der Iten Pluralis^ nach meiner Ansicht , nach dem 3 das zum Nomen actionis gehörige ^ ausgestossen haben, lieber dieses Tem- pus verde ich später ausfuhrlicher reden. Hierwill ich zur Er- härtung meinet Erklärung der flten Plurali^ auf 3 oder ^ nur dies anfuhren , dass ich der Meinung bin, dass ursprüng- lich dasParticipium ohne Personalendung wie im Mongolischen schlechtweg dem Pronomen personale als Prädikat nachgesetzt wurde; also j^^^,^^«*^, j^J^),^j^Jj,^j^ J^ , ^jy*'^\ . Noch jetzt sagt der Tatare im Nowgorod'schen Gouvernement (j) JÜU*- jj^ -./wo ich bin grösser als du, 4j) JÜU^^^^^A^ du bist grösser als ich,«.) JlIa^ wir sind grösser als du. Später wurde, da das Pronomen personale als Subjekt öfters weit entferbt vom Prädikat stehf^ an diesem der Deutlichkeit wegen das Pronomen wiederholt. In denjenigen Temporibus, die aus eitiem Nomen actionis mit einem alUgirten Possessivpronomen gebildet sind (wie M>yJ), wurde dieses letzlere in der ältesten Zeit vielleicht auch nicht angefügt. So sagen die eben erwähnten Tataren noch heute sowohl iojyi J^ als auch py^jyi 0^ mein Haus. Wäh- rend nun bei denjenigen Temporibus, die auf ein Participium zurückzuführen sind, die dritte Person keine Personalbezeich- nung annahm, blieb bei denjenigen Temporibus, die auf ein Nomen actionis zurückgehen, die Ate Pluralis unbezeichnet. Im Jakutischen haben wir hier das auch beim Nomen erschei- nende volle afiigirte Possessiv; nur die Ite PI. Imperat. ist das Nomen actionis fut. ohne alle Personalbezeichnung. Im Ader- bidschanischen wird ^ oder j wohl aus MissverständnisA - 59 - Überall zur Bezeichnung der Iten Per«on Plur. beim Verbo gebraucht. Läsfii man die Form ^3^ aus der Verbindung von ym und fJv entstehen, desgleichen ^^^«m. aus y*» und^^^l u. s. w.; so hat man, anstatt die Sache zu vereinfachen^ dieselbe nur noch mehr verwickelt. aJJI besteht, wie Jedermann zugeben muss, aus der Wurzel jjl , dem Charakteristicum der Ver- gangenheit ^ und der Personalendung a (Andere mögen auch hier m als Ite %. Präs. von jLr ) fassen); a^^ , das der Be- deutung nach ganz auf derselben Stufe mit aJjJ steht, soll der Form nach anders gebildet sein : eine Wurzel mit dem fertigen Präteritum mJj\ . So gut wie aus (j) — ^jj\ wurde, konnte doch auch aus •*** — f^T" ^^^^^^^^^' und so gut wie ans (^) — i^J^J wurde, konnte doch auch aus y** — ^J^y** werden. Sind aJjJ und f^^\ erklärt, so wissen wir auch, ohne dass wir eine Zusammensetzung anzunehmen brauchen^ was ß^y** und ^Ji^^y** sind. Ich habe schon oben in den türkisch-tatarischen wie in den indo-germanischen Sprachen eine periphrastische Bildung ein- geräumt; aber dann wird nicht die reine Wurzel mit einem Hülfsverbum componirt, sondern ein Participium oder ein T^omen actionis. Dann steht aber auch die umschriebene Form mit der Form des Hülfs verbums nicht auf einer Stufe der Be- deutung, sondern es wird durch eine solche Zusammensetzung ein neues Tempus ^ ein neuer Modus oder ein neues Genus (z. B. Frequentativum) gebildet. Mit andern Worten: ^^y** steht auf einer Stufe mit ^JU ) ^ Ju^y» mit Jiix) ^ nicht aber A Jl|J jy*^ oder p^jy** mit pJ^)- Mein geehrter Kollege Dorn, der sieh a. a. O. ebenfalls dahin ausspricht, dass jedes Tempus im Türkischen eine Zur — «« — äm»!fenm»itiif ttiit t^n&tA Utilf^verbttttt «ti, fhdcht btel der Gelegenheit auf das Zusammentreffen der Wurzeln seift [wiw)) üttd essen ^Ju) aufiuerksäin. Nach seiner Ansicht ist ein solches Zusammentreffen in verschiedenen Sprackea kein zufalliges. Ich möchte aber dieses beinahe doch behaup- ten-. Im Osmanli stehen sich die beiden Wurzeln ziemlich nahe^ sind jedoch nicht identisch (i sein, ji essen), fallen auch in keinem I>eriviatt]m zusammen. Im Tatdriscfaen er- 0dbeint sdion p dsch statt ^ j, und im Jakutischen ^abeii wir hier Wie auch sonst c (s) «tatt » oder ^ , überdies auch d&ik Diphthongen iä statt des i. In den indo- germanischen -Spra^ eben sind die Wurzeln grundverschieden: die eine lautet im Sanskrit !FT as, im Griech. ig, im Lat. es, im Russ. ec; die andere im Sanskrit J5[^ ad, im Griech. id, im Lat. ed, im Russ. ^ (vergl. ^4a und i^arb). Das lateinische ess^ essen ist durch Assimilation aus 'edse entstanden {se'=zre)^ est er i&si ist 9mm edi oder edii (= ^^fff alii), wie die ursprüngliche Form gelau- tet haben muss, hervorgegangen; das deutsche ist entspricht ^g'anz dem lateinischen est, issl aber ist eine Zusammenziehung von isset; in 'ibcT'B ist das c ebenfalls aus a entstanden ; vergl. ffaMfb und jnaacTb, cn^^Tb und c4cTb. Zfenk. S. 97. Note*), tas. S. 179. Note (a). Das tartarisdhe ^y3=:^j\ hat'nicMs mit dem türkischen jl*^ finden zu thun. Im Jakutischen finden sich beide Wurzeln, aber mit Yerscbliedenem Wurzelvocal: öjA finden^ 6yoA werden. Zenlc. S. f 00., Kas. S. 186. "Es ist wohl nicht ganz ricliiig, ^enn man j\^ und j^ als 'Participia des Hülfsverbums auf- fasst, da sie, wie später ausdrücklich gesagt wird, sich in der Bedelutung wesentlich von diesem unterscheiden. Mit welchem Bechte werden diese beiden Wörter aber überhaupt 'Partici- pia genannt? jf^ könnte noch zur Noth als ein '^«isammeiige- zogenes Parlioipium von einer in den tüi tatarisohen Sprachen verloren 'gegangenen Wurzel »^ u , 4ie deoi ^moo- — ei — gdfoch^n 9 eiAsfTtxben kätte, erklärt werden; aber mit ^y weiss I) ich nichts anzuCuigeiu IMe ursprüngliche Be- deutung von^Jjtst wohl — vorhanden, von j^ — nicht vorhanden. Zenk. S. !0l. No. 216., Kas. S. 192. No. 252. Das Ori- ginal sagt: «so kann dasselbe keine Form habra, welche auf einen zukünftigen unbekannten oder iinbestimniten Zu- stand hindeutet u. s. w.« Aber auch anf diese Weise wird das Nichtvorhandensein des Futiuiims nicht erklärt Wenn ich sage: ich werde krank sein, so deute ich auf einen Zu- stand hin, der nichit weniger bekannt und bestimmt ist als in i«k war krank und icfh bin krank. Dac Futurum von^l &Mi den Türken und Tataren, weil sie nicht das Bedürfhiss gefühlt haben, einen Zustand schlechtweg in die Zukunft zu setzen, ohne Rücksicht darauf, ob er sich erst inzwischen bil- den oder schon vorhanden nur fortdauern werde. Den vor- letzten Satz hat Hr. Zenker ebenfalls ungenau übersetzt; er lautet wörtlich : «daher kommt es (ist auch nicht ganz logisch), •dass, wenn das unregelmäsnge HülfsveAum auf einen pri- «mhiven (caMO^biTHoe] und angeborenen (npnpoAnoe), keiner «VerMiiderung «nterworfenen Zustand lekies «Gegen^andes kin- • deutet, die Türken zur Bildung der künftigen Xek sogar An- •^oss nehmen, ihre Zuflucht zum regelmässigen Veibum jl^ 1 «zu nehmen.» Kas. S. 194. f^yjj wird em Präsens genannt, ab^ durch fl 6jAj ich werde sein übersetzt. Zenk. S. 105. No. 246., Kas. S. 195. Wo. 252. Warum tftehen Ja^ 1 ist keine dritte Person, sondern ein — 63 — Participiam oder Nom. act. Vgl. zur vorgehenden No. und za Zank. S. 138. No. 300. Zenk. S. 11!. No. 259, 260., Ka«. S. 205. No. 265, 266-. Wafi haben -Ja ) und ^^^) mit dem Präsens zu thun? Sie stammen geradesweges von der Wurzel ab. Zenk. S. Hl. No. 261., Kas. S. 205. No. 267. Es wäre vielleicht richtiger gewesen, wenn man die Sache umgekehrt und gesagt hätte: «die Form der Iten Plur. ist dieselbe wie die Form des verbundenen unb. Verbalnomens.» Wenn man unsere oben gegebene Erklärung der Iten Plur. gulheissen sollte. Würde die Bezeichnung verbundenes wegfallen nyüssen. Zenk. S. 112. No. 262., Kas. S. 207. No. 268. Mit wel- chem Rechte werden rftirür und rftWr Verkürzungen von turur genannt? Die Vergleichung mit dem Mongolischen hätte unterbleiben können. jP (so ist zu schreiben und tere, nicht iora oder dera, zu spr echen) ist ein Demonstrativum und vertritt zugleich die Stelle des Substantiv-Pronomens der drit- ten Person. Da die Mongolen bis zum heutigen Tage kein Be- dürfniss gefühlt haben, eine Abwandlung des Verbums nach Personen einzuführen: ist es ganz unwahrscheinlich, dass sie ijy von den Türken oder Tataren zur Bezeichnung der 3ten Sg. Präs. entlehnt und später aus Missverständniss dasselbe als Pronomen der 3ten Person gebraucht hätten. Die Prono- raina gehören in allen Sprachen wohl zu den allerältesten Elementen. Zenk. S. 116., Käs. S. 2U. äjj>\ j\j müsste von Rechts- wegen in zwei Wörtern geschrieben und ti?ar idik gesprochen werden. Die andere Form dagegen, die mit Unrecht voran- steht, ist zu einem Worte verschmolzen^ wird wdrydyk ge- sprochen und würde demnach richtiger jjbjl^ geschrieben werden. Nach der Analogie von Mjj\ j\j hätte man auch 0J^I fjji erwartet. Im Subjunctiv würde man aus demselben — «% — Gnmde yielleieht iNMer u^\^y* and im Gerandivm ^^ • X) schreiben. Auch wird nicht angegeben, woher in JLj und jji^ 3^^^b^> ^ ^^ ^^'^ f'^i^y^ ' f^^yt • f^yi und ^j^yi schreibt. Zenk. S. 134. No. 278., Ka«. S. 252. No. 28*. Das Parti- eipium auf j dient nicht als Wurzel zur Bildung von Ver- balformen^ sondern verbindet sich in seiner Eigenschaft als Participium mit den Prädikatsalfixen oder einem Hülfsverbum. Zenk. S. 135. No. 28*., Kas. S. 25*. No, 290. Das Origi- nal übersetzt ^jyjt ij^^ wörtlich durch a 6^xj Hwvcaih mim «ich werde ein Gesehriebenhabender sein» ; bei Herrn Zenker finde ich eu meiner Vwwunderung statt dessen: «ich werde mein Schreiben beendigen. > Zenk. S. 135. No. ^5., Kas. S. 25*. No. 291. Das Futu- rum I. wird nicht wie das Prägens gebildet , sondern fällt mit diesem zusammen; mit andern Worten*, das Präsens vertritt zugleich die Stelle des Futurums. Zenk. S. 136. No. 289., Kas. S. 255. No. 295. Ich hab© schon oben zu Zenk. S. 70. No. 18G. die^ Endung der 3tei| Sg. des Imperativs (jy^ mit der vollen Endung des affigirten Possessivs der Sten Person -^ zusammengestellt.. Zenk. S. 137. No. 29(>., Kas. S. 259. No. 302. «Die dritte Person des Praes. Optat. dient zur Bildung der verschiedeuen Personen dieses Tempus.» o^ ist ztmäcb&t keine dritte Per- soa, sondern ein Participium (Gerundium). Zenk. S. 138. No. 3Q0., Kas. S. 260. No. 306. ^J^o«^) wird (Zenk. S.llO.No.257., Kas. S.20^ No.263.) als Zusam- mensetzung von 4«Mj|l und mJ^) erklärt; warum soll y ^ ^JL w = ^ a h I S Diese Formen sprechen übrigens auch zu Gunsten unserer zu Zenk. S. 110. No. 256. gegebenen Erklärung des einfachen Subjunctivs, da das nach allen Personen stehende (JJU ) nur dann an seinem Platze steht, wenn das vorangehende Wort als eine dritte Person» d. h. als ein Nom. actionis mit einem afiFigirten Possessiv» gefasst wird. Zenk. S. 140. No.309., Kas.S.263. No. 314. J^ I üJ^=>r' und Jjl OJ-^x^ eher als Lieben und vor dem Lie- ben sind nach Hrn. Zenker ganze SlUze^ nach Hrn. Kasem- bek aber nur eine ganze Phrase, Zenk. S. lU. No. 325., Kas. S. 272. No. 331. Die Parti- cipia stammen in den türkisch -tatarischen Sprachen ebenso wenig wie in den indo-germanischeu vom Verbum finitum ab: wohl aber ist in den zuerst genannten Sprachen das Verbum finitum^ wie schon oben bemerkt wurde, immer auf ein Par- ticipium oder Nomen actionis zurückzuführen. Im Jakutischen lautet das entsprechende Affix — Tax. In der affirmativen Form kommt das Nomen ohne affigirte Possessi va nicht vor; in der negativen Form bildet es aber das Participium oder Nomen act. praeteriti. Gerade so erscheint in älteren türki- schen Werken ^J^j^ ^ ßjj^j^ und j JniJJ> in der Bedeu- tung von i^^jy, ^^^^Lrfij^ und ^»»iL ; vgl. Kas. S. ili. §.115., Zenk. S. 217. Im Jakutischen entsteht aus diesem No- men durch Anfügung der affigirten Possessiva in der affirma- tiven Form ein besonderes Präteritum *) und auch ein Modus *) In dem Mähreben, das ich in meinem Werke lieber die 9 I« M &tst nc^tivMi Fom wmt eis ranM Inpcp-' flMtam: 6bic achoeide, 6fciCTaip er hat geachoitten (weil er nicht andera konnte), 6birra$i»iic {es ist nichts zu machen) ich will schneiden, öbicoaraip (na ist die Nega- tion) er schnitt nicht. Durch Ausiall des Gutturals und des Torangehenden Vocals ist, glaube ich, das jakutische Perfec- tum entstanden^ und aus diesem Grunde habe ich oben auch das entsprechende türkische m^^m aus S>^ m erklären ge- sucht. Der Locativ des Nomen verbale auf Tax mit einem af- figirten Possessiv - Pronomen giebt an, mit welchem andern Sein oder mit welcher andern Thätigkeit die durch das Yer- bnm finitum ausgedrückte Haupthandlung zusammenfallt. In einem solchen Falle wird die Zeit der Nebenhandlung einzig und allein durch die Haupthandlung bestimmt. Beispiele : KiHi 6biCTa§biHa mIu 6bicnaunbiH «(bei seinem Schnei- den), wenn er schneidet, schneide ich nicht», kIhi 6bicTa;biHa mIh öbicnbir i6iT 6SpbiM «als er schnitt, hatte ich schon geschnitten», kihi 6biCTa§biHa nie 6bicnbiT i6iT 6yoayo§} M «wenn er schneiden wird, werde ich schon geschnitten haben.» Zenk. 8. U5. No. 329., Kas. S 274. No. 335. Warum wird die schon oben angeführte Iwanow* sehe Grammatik hier nicht erwähnt, da sie doch in mancher Hinsicht den Vor- zug vor den andern verdient und überdies einen Dialekt (den Orenburgschen) behandelt, der sonst keine Berücksichtigung gefunden hat? Wir müssen es in hohem Grade bedauern, dass beinahe die ganze Auflage bei einem Brande in Kasan ein Raub der Flammen wurde, so dass nur sehr wenige Exem- plare in die Hände des Publikums gekommen sind. Bei die^ ser Gelegenheit bemerke ich, dass das ganze Werk auf drei Bände berechnet war, dass aber nur zwei davon erschienen Sprache der Jakuten milthetlc, erscheint es hatd als Perfec- iMio, bald uls erzfthlepdes IiDperfeotain« — 67 — And. Der erste enthält die Grammatik ^ der zweite eine tata- rische Chrestomathie; der dritte hätte uns ein Glossar ge- bracht, dessen wir in hohem Grade bedürftig sind. Zenk. S. 148. No. 330., Kas. S. 279. No. 336. Beweisen die Formen ^ J^ 1 * :>y^ , (jjij I U^j^y^^ {J^ ' ^^Jir » ^jul J^^^y^ nicht augenscheinHch, dass ^^yr** ^' ^* ^' von Hans aus gar nicht Verba finita sind (also auch nicht mit einem HülfsverDum verbunden sein können), sondern die Verbindung eines Nomen acl. mit einem affigirlen Possessiv? mein Geliebthaben war, dein Geliebthaben war, Q. s. w. Die volle Form des Nom. act. bat sich nach meiner Mei- nung in der Iten PL erhalten, in den übrigen Personen Ist das ^ ausgefallen. Zenk. S. 152. No. 33t., Kas. S. 289. No. 337. «Die Ab- weichungen beschränken sich auf die verschiedene Aus- sprache gleichlautender Buchstaben» «OHi (nenpa- BHJbHOCTu] cocTOATi TOJbKO vh canoMb npoHSHomeHiu coasyn- nhix-h 6yKviu» Der Verfasser wollte wohl gleich aus- sehender Buchstaben sagen. Zenk. S. 155. No. 350. «Diese Form gehört zu den zusam- mengesetzten Verben und wird diesen ähnlich conjugtrt.» Nicht ähnlich, sondern gleich: das russische no^oOno hat beide Bedeutungen. Zenk. S. 157. No. 360., Kas. & 301. No. 366. Hätten a) und e) nicht auf diese Weise vereinigt werden können? «wenn die Wurzel auf einen Vocal auslautet.» Hier bat man ein eklatantes Beispiel,* wie die arabische Schrift Einem im Tür- kischen den Blick trüben kann. Zenk. S. 158. No. 362.. Kas. S. 302. No. 368. Der letzte Satz ist mir ganz unverständlich. Zenk. S. 158. No. 363., Kas. S. 303. No. 369. J^jyf wollen Rückert (a. a. O. S. 581.) und Dom (a. a. O. 8. 23».) von wUi^ ableiten. Dagegen Uesse sich einwenden, dass der — 68 — Vocal in «J^lTem t, in wX^j^T dagegen ein e ist, und dann, dasi wX^ gehen, fortgehen hedeutet. Das Cansativ von dieaem Verhum würde aiso gehen lassen, forttra- gen bedeuten. Wir erklären uns denmach für die Käsern- bek'sche Herleitung. Für den Ausfall des J kckuien wir ein Analogon aas dem Tatarischen im Nowgorod*schen Gouver- nement anführen*, hier heisst dasCausativvon Sij I sterben — J-^l, während die andemDialekte statt dessen^Xo^yJ«! oder u^J^j I haben. — Nach welcher Regel wird ^j^jj\ wurdurmak gesprochen? Ich weiss woU, dass man so spricht; aber dann müsste auch J-»^3 j^^ geschrieben werden. Zcnk. S. 159. No. 366., Kas. S. 305. No. 372. «Der Grund dieser Veränderung des j in J ist aus Anm. No. 27 deut- lich.» Bei No. 27 ist gar leine Anmerkung; im Original steht^ vh saMiHaniH naMH c4'kiaHHon bi No. 27. «in der Bemerkung, die wir No. 27 gemacht haben.» Uebrigens erklärt die ange- zogene No. 27 die Erscheinung durchaus nicht: sie beschränkt sich nur auf die Aufzählung der Fälle, wo sie stattfindet. Zenk. S. 161. No. 373. fJ^ ji^j^ wird fälschlich durch mein zu lesendes Buch übersetzt, das Original sagt nur •welches meinem Lesen unterworfen ist.» Im Jakuti- schen finden wir dieselbe Ausdrucksweise. Wenn nämlich an ein Participium eines transitiven Yerbums ein afligirtes Posses- siv gefügt wird, so bezeichnet eine sokhe Verbindung unter An- derm auch das Objekt der Thätigkeit, liuf deren Agens das aCFigirte Possessiv hinweist. Wird das Objekt ausdrücklich genannt, so folgt es auf die reine Participialform und nimmt statt dessen das affigirte Possessiv an. Beispiele: mih KöpöpyM das Ding, das ich sehe, mih Köpöp kicIm der Mensch» den ich sehe, mih Köp6yTyM das von mir Gesehene» ifiu KÖp6yT KiciM der von mir gesehene Mensch. — 69 — Zenk. S. 162. No. 378., Kas. S. 3tl. No. 38i. Imw ist das Imperfectum, nicht das Präsens, wie Hr. Zenker über- setzt. Das Original bat ganz richtig a voA^'h, In dem Bei- spiele Peters riding horse ist riding Nom. act. wie in a horse far riding; man vgl. das deutsche Reitpferd, Zugpferd, wo das voranstehende Wort ebenfalls als Nom. act. aufzufassen ist. Zenk. S. 16i. No. 38*.., Kas. S. 314. No. 390. Die Frage- Partikel ^ gehört doch wahrlich nicht hierher. Zenk. S. 164. No. 385., Kas. S. 315. No. 391. Da die Wörter, die hier als Postpositionen aufgeführt werden, decli- nirbare Nomina genannt werden, so hätte auch die Nominal- bedeutung angegeben werden sollen: lj\ Zwischenraum^ ^jl Hinterseite, ^jj\ Mitte, u. s. w- Zenk. S. 167. 168. No. 389., Kas. S. 320. No. 395. Man hüte sich /»f jLi und ^j^;;^ für Accusative von ^jH ""<* ^^«LJ zu halten; es ist der verstärkte Casus indefinitus. aJÜ jL und rtJ^MX^i sind die regelmässigen Dative dieser verstärkten Formen; vgl. oben zu Zenk. S. 29. No. 80^ /tf jL» morgen geht auf die tatarische Wurzel ^ju , (s. Gigano w's Lexicon, S. 532), jak. capa, tagen, hell werden zurück. Davon stammt auch j^jL* hell, Licht ab. Das dem /»f jL» ent- sprechende jakutische capcbiH ist zunächst Substantiv und bedeutet Morgen, dann als Adverbium morgen. Warum werden o^Lo und^/s*** unter den türkischen Adverbien auf- geführt, da doch die aus dem Arabischen entlehnten nach- dem besonders aufgezählt werden? Zenk. S. 170. No. 390., Kas. S. 325. No. 396. «Die Parti- kel A» u. s. w. bildet, in Verbindung mit verschiedenen No- mina, Adverbien welche die Beziehung einer Eigen- schaft bezeichnen.» Das Original sagt: «bildet qualitativ- relative (Ka^ecTBeHHo-oTHocHTeAbHbia) Adverbien.» — 70 -- Zenk. S. 170. No. 392. 1. Jj ^^^I ist inii ß zti le^n. Zenk. S. 171. No. 392. 6., Kas. S. 326. No. 398. 6. Nicht nur AO ist wie das russische ue toibko TaKi keine Vernei- nung, sondern eine Bejahung. Zenk. S. 172. No. 397 fgg., Kas. S. 329. No. 403 %g. Hier wird manche Partikel Conjunction genannt, die vielleicht rich- tiger Adverb heissen würde. No. 399. (405.) je) übersetzt Hr. Zenker auf seine Hand durch aber, Hr. Käsern -bek durch toilko nur. No. 400. (406.) Hr. Kas. giebt ^wU) durch ntM-h, was demnach, so — * denn (mit einem Imperat.) ist. Man über- setze demnach Ji^Ji;) durch so komme denn^ v5*-^^ r^ • solasst uns denn sehen. No. 402. (408.) fißXA heisst nicht ja, sondern sogar. No. 403. (409.) Das um, zu verwirrt ja die ganze Sache. No. 4^4. Man übersetze mit dem Original: auf dass dieses bekannt werde (nicht sei). Zenk. S.f74.No.405., Kas. S.332.No. 411. Man lese: sage sogar ^ace) nicht überall das — . Statt ichhabedieRechr -nung gemacht lies und ich habe — ; das Original hat a ace. Zenk. S. 175. No. 413. jQi^i^^JL/(so schreibt Hr. Kas.) heisst nicht gehend und kommend, sondern gegangen seiend kommen. Was die eingeklammerten Worte ich, du, er, giiig und kam; ich, du, er, deckte auf und sähe bedeuten sollen, vermag ich nicht zu sagen. Zenk. S. 175. No. 414., Kas. S. 335. No. 420. Das Origi- nal hat: HJH, iura Aaace entweder — oder selbst (sogar). Man lese demnach: oder ich gebe selbst nicht einen Pfennig. Zenk. S. 176. No. 416. Eine exceptfonelte ConjunctiM ist eine scilehe, die eine Annahme von der Regel macht. • Zenk. S. 176. No. 418., Kas. S. 336. No. 424. Das Origi- nal sagt: das ans ctem ersteni (4^^) verkürzte aL und Abs — 71 — daraus verdorbene , Kas. S. 378. Sollte ^^1 ,^bl in der That schlechtweg des Vaters Sohn OTqoBCKiii cbrai heissen? ^ verweist doch noch auf eine andere Person; es wird wohl ein Sohn seines Vaters heissen. Zenk. 198. §. 64., Kas. S 378. Warum ist ^jj^ unüber- setzt geblieben? Zenk. S. 199. §. 67., Kas S. 380. >U :>'iy wird durdh stählernes Schwert, 57iaTBbiii wen-h^ Ji ^j^^jLt aber durch ein Schwert von Stahl oder aus Slahi, mcmi nan» ^JlyjRiTa überselzt; desgleichen i^ »y durcfa.Wathslichl, BOCKOnaa csina, »^ ü^My aber durch ein Licht aus Wachs, cv^HB H8i^ Bocsa. Die Ausdrucksweise ist eine yer- ischiedene, die Sache kommt aber, so viel ich sehe, auf Eins heraus. Zenk. S. 200. §. 7^. Das Original «agt «Wemi man aber tu dem Nomen, auf welches «ich dte Handlung des Verbums erstreckt, oder eum Verbum irgend ein Wort hinzufügt, so bleibt u. s. w.» Dieses hat Sinn, die Ueter^tzung aber nidit. Zenk. S. 201. §. 72., Kas. S. 383. In den Beispielen der Mensch isst nicht den Manschen, der Vorlteffliche kennt den Vortrefflichen, derStein spaltet denKopf soll der Accusatit stehen, weil hiter ein unbestimmtes Nomen seinem Sinne naeh beschränkt oder durch seine Art abgeson- dert und auf irgend eine Weise (RaKib-^$M iiai Original bedeu- tet gleichsam und nicht auf irgend time Weise) Jk- — 75 — ^mml werde. Ich kann nicht zugeben, da» hier Etwa« der Art stattfinde. Nach meiner Andcht «teht hier der Acousativ, weil znnichst kein einaebies Individuum, aondern die ganze Art gemeint iat. Zenk. S. 201. §. 73., Kas. S. SSi. Da« Original «agt, das« «JuUfc»^) gleichbedeutend mit J^jX^ sei, da«« e« aber im Tatari«chen eine andere Bedeutung, nämlich guthei««en habe. J |» n i > o noifbcTHTbca heis«t nicht «ich an gleichem Orte befinden, «ondern zusammen hineingehen oder Raum finden, eapi uno loco^ ita amiponi, ut omnei in uno loco cohaereant, wie Menin«ki e« wiedergiebt. Man über«etze demnach da« Beispiel ^^mj^ ^^ u. «. w. durch fünf Der- wische haben auf einem Teppiche Raum u. «. w. Zenk. S.203. §. 75., Kas. S. 386. jj^) ^jJ%) heisst nicht auf etwas sitzen, erhoben sein, sondern sich auf etwas setzen, auf etwas erhoben werden, wie das Ori- ginal bat. Das Beispiel ^L;l^ ji u. s. w. hätte durch als dieser Angelegenheit eine Betrachtung gewor- den war, fand es sich dass tibersetzt werden kön- nen; dann wäre der Dativ auch im Deutschen verständlich gewesen. Ans demselben Grunde hätte ieh «JUIj ) jLsw ) oder M^jd^] durch eine Nachricht mittheilen und wXr) Juui'l oder «JUL I durch sich an Etwas machen wiedergegeben. Zenk. S. 205. §. 77., Kas. S. 391. Der Dativ hängt hier gar nicht von j^ jij oder j^ J^ ab; vergl. Dorn a. a. O. S. 244. Zenk. S. 206. $. 78. Lies: sind es aber Activa, so fordern sie den Accusativ und den Ablativ. Zenk. S. 207. §. 79., Kas. S. 393. In dem Beispiele ^ ajJ i cP&Sf «/***^ CLr^ ^ ^^^ '" ^^^ folgenden steht der — 76 — Ablativ nicht deshalb, weil das nächste Objekt der Quantität nach unbeAtimmt oder theilbar ist, sondern weil der Preis nicht auf das Ganze, sondern auf jeden einzelnen Theil geht; was ja auch das distributive Zahlwort schon ausdrückt. Das Original sagt wörtlich: «im Fall der Unbegränztheit aber, der Menge und der Untheilbarkeit des Gegenstandes des Tauscbes, d. i. auf die Frage zu wieviel — im Ablativ.» Zenk. S. 210. §. 90., KasI S. 399. Was soll man sich un- ter dem verkürzten Verbum (yckieHHbiii riarojri») ^^ denken? Es ist doch wahrlich genug, wenn man auf solche Irrthümer einmal aufmerksam gemacht wird; s. Dorn a. a. O. S. 240. Zenk S. 212. §. 98., Kas. S. 40*.. Wenn mah j> J^ und j^ ^^ er ist vorAane/fn und er ist ntcAorAandf0n Yerba nennt, kann auch j^ o^^l er ist zu Hause auf den Namen eines Verbums Anspruch machen. Zenk. S. 214. §. 105., Kas. S. 408. Ueber die falsche Auffassung der Ausdrucks weisen Jjil U^^Sri^Jjrt' Ü^J^ und jj*i\ Ü^J^^ siehe Dorn a. a. O. S. 243. Zenk. S. 215. §. 108. ^j^\ (jWLTheissl der angekom- mene (nicht ankommende) Bote; das Original hat ganz rich- tig npi'kxasmiü nocoji. Zenk. S. 215., §. 109., Kas. S. 411. j^^j wird im Bei- spiel ^»A» CljiJ oLi^lj sowohl im Original als in derUeber- setzung falschlich durch das Partie, perfecti übersetzt. Zenk. S. 216. §. 111. 112., Kas. S. 411. 412. üJ*oLf und ^>j[j unterscheiden sich nur dadurch, dass ersteres im Ablativ, letzteres im Locativ steht; die Bedeutung von j:> jL ist in beiden Fällen ganz dieselbe. Kann denn die Lo- cativ-Endung o> nicht eben so gut zeitliche als räum- — 77 — liehe VerbMltnisse bezeichnen, gerade wie die Ablativ -En- dung ij3? In fj^l f^f^ji^l ich habe sein Sterben gehört (ich habe gehört, das« er gestorben ist) hat das Nomen actionis gerade dieselbe Bedeutung wie in den beiden oben angeführten Fällen. In /jlx« iJub^JJ^I und J^ «ilJjlJ^ drückt das Nomen auf il:> oder j3 zunächst nicht den Ort wo die Handlung vor sich geht aus, sondern schlechtweg wie in J^ ^^Ji^ ^^ Objekt einer Thätigkeit, auf dessen Agens das affigirte Possessiv hindeutet. In den bei- den ersten Beispielen ist das Objekt ein bestimmendes (ein Locativ), im dritten ein ergänzendes (ein Accusativ). Zenk. S. 219. §. 122., Kas. S. il9. Sollte der Umstand, dass man nicht ^jujü sagen kann, nicht auch für unsere Ansicht, dass ^jJü nicht mit dem selbständigen Hülfsver- bum componirt sei, sprechen ? Zenk. S. 220. Warum wiederholt hier Hr. Zenker die Note, die schon auf S. 100. stand? Im Original steht sie nur an der ersten Stelle. Zenk. S. 223. §. 138., Kas. S. 424. Hr. Zenker hätte o($CTOflT&ibCT]io durch Umstand (nicht Zustand) übersetzen sollen. Hat er denn nicht an die Umstandswörter gedacht? Die bestimmenden (onpe4'bjHTeibHbifl) Wörter hat er zu Wörtern, die die Eigenschaft bestimmen, gemacht. Fünf bestimmt also die Eigenschaft bei Hrn. Zenker- Was soll man sich denn nun noch unter Qualität denken? Die Sätze on MejoiribK'B MecTHMÜ und om Hecrnbiii HeiOB-kR'B übersetzt Hr. Zenker durch er ist ein ehrlicher Mann-^und ein ehrlicher Mann ist er, was ganz unrichtig ist. Die beiden Sätze unterscheiden sich dadurch, dass einmal das attributive Adjectiv nach dem Substantiv, das andere Mal aber vor dem Substantiv steht. Da sich dieses im Deutschen nicht machen lässt, hätte Alles, was bloss fiir das Russische gilt, wegfallen müssen. — 80 — 80 tief unter Herrn Käsern - bek*s Werke «tehen, die nicht hier und da Perlen bärge, die wir bei Herrn Ka&em-bek vergeben« Atichen würden. Es ist geradezu unmöglich, das« ein Mann, und wenn er auch jedem Einzelnen weit überlegen wäre, ein Werk, wie die Grammatik einer Sprache, nein, ei- nes ganzen Spraclistammes,nur einigermaassen zum Abschlus« zu bringen im Stande sein sollte. (Extrait du Bulletin de la Cla9se higtorico-phihhgigue de VAca- dimie Imperiale des sciences de St.-Peiersbourg, T. V. iVb. 19, 21, 22, 23.)